#19 Grunge lebt – mit DESOLAT
Shownotes
Grunge lebt – und zwar mitten im Ruhrgebiet. In dieser Folge von Zwischen Gellek & Duisi sind Lilly und Markus von der Band DESOLAT zu Gast. Zusammen mit Nadia und Christin sprechen sie über das Musikmachen im Pott und darüber, warum Proberäume oft der Ort sind, an dem mehr entsteht als nur neue Songs.
Wie fühlt es sich an, als Band im Ruhrgebiet unterwegs zu sein? Was macht die Szene hier aus? Und warum passt Grunge eigentlich ziemlich gut zum Pott? Es geht um DIY, kleine Clubs, Heimat, Inspiration und die Frage, warum das Ruhrgebiet auch heute noch ein verdammt guter Ort für ehrliche Musik ist.
Mehr über DESOLAT: https://desolat.band/ https://www.instagram.com/desolatband/?hl=de
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Transkript anzeigen
00:00:04: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zwischen Gellik und Düsee.
00:00:13: Ich bin Nadja
00:00:15: Und ich bin Christine, hi zusammen!
00:00:16: Schön, dass ihr mit am Start seid.
00:00:19: Heute sind wir mal wieder in Nadjas Hut unterwegs – in Gellick für eine Band die du Anfang des Jahres kennengelernt hast richtig?
00:00:27: Ja genau, wir waren gemeinsam für eine Veranstaltung gebucht und haben uns da kennengelernt.
00:00:32: Also keine Sorge ich habe nicht gesungen oder so was.
00:00:36: Ich hab da moderiert!
00:00:37: Und ich fand aber den Auftritt von DeSolat also so heiße Band richtig geil weil die machen Grunge und das ist für mich so eine Musikrichtung die habe ich einfach ewig nicht mehr gehört oder?
00:00:48: Was verbindest du damit?
00:00:50: Ja, hey, same.
00:00:52: Ich glaube für mich ist das so eine Musikrichtung die ich so richtig in so Ende Achtziger Anfang Neunziger
00:00:57: packe.
00:00:57: ehrlicherweise
00:00:58: und ich glaub, ich glaube Nirvana war ja jetzt so die Band die man so damit verbindet und ab dem die irgendwie nicht mehr viel machen ist das ein bisschen hinten rüber gekippt.
00:01:07: so gefühlt auf jeden Fall oder?
00:01:09: Ja voll, also geht mir ähnlich und deswegen haben wir uns gedacht er lasst doch mal einfach drauf schauen.
00:01:14: Wir wollten dieses Jahr sowieso mehr in Subkulturen reintauchen und wir haben ja schon mit Patina Records über Rap gesprochen.
00:01:23: Wir waren in Gellek beim Skate-Supermarkt, haben da in die Skateszene geschaut und jetzt halt Crunch!
00:01:30: Warum nicht?
00:01:31: Genau und deswegen sprechen wir heute mit Lili und Markus von der Band Desolat.
00:01:36: Eine fünfköpfige Band aus Gelsenkirchen, Markus ist der Frontmann und singt und Lili spielt Gitarre und singe auch so ein bisschen Background Und die Mucke hört sich so an!
00:02:14: Desolad hat schon so ein paar Singles draußen, hat auch schon Album veröffentlicht und jetzt Ende des Jahres kommt nochmal neues Album und da wollen wir gleich mit ihnen in Ruhe drüber sprechen.
00:02:25: also ganz viel Spaß beim Gespräch mit Lilli und Markus.
00:02:33: Hey ihr beiden, voll schön dass ihr heute mit am Start seid.
00:02:37: Jede Podcastfolge starten wir immer mit so einer kleinen Fragerunde.
00:02:41: Ihr habt zwei Auswahlmöglichkeiten.
00:02:43: Ihr müsst euch auch bitte entscheiden und es ist ein bisschen einfach.
00:02:48: This or that?
00:02:49: Habt ihr da Bock drauf?
00:02:50: Na klar!
00:02:51: Yes!
00:02:52: Gut dann steigen wir mal rein.
00:02:56: Nirvana oder Red Hot Chili Peppers?
00:03:00: Ich sag Nirvana Also einfach vom Vibe her, es hat mich glaube ich auch einfach mehr geprägt.
00:03:06: Und ja auch politisch glaube ich ein bisschen näher an dem was ich auch vertrete.
00:03:12: Ja für mich auch definitiv Nirwana Red Hot Chili Peppers immer gerne gehört aber Nirwano auch hat eingeprägt definitiv.
00:03:22: Würdet ihr sagen ist Crunch eher eine Musikrichtung oder Lebenseinstellungen?
00:03:27: Was ist er?
00:03:31: Ja es ist vornehmlich irgendwie nur... Musikrichtung, aber bei uns glaube ich auch Lebenseinstellungen irgendwie dann doch schon viele Dinge passieren dann irgendwie doch irgendwie zu passen.
00:03:45: Ja würde ich auch sagen also ich glaube ursprünglich halt eine Musikrichting irgendwie Aber bei uns eher Lebenseinstellung vor allem als Musiker die Grunge machen ist glaube ich nochmal eine andere Lebenseinsstellung.
00:03:58: Wie sieht denn der Grunge Lifestyle aus?
00:04:02: Jo, ja bei mir aktuell Arbeitsloos.
00:04:06: Hoffentlich bald nicht mehr.
00:04:08: das schon pure dirt auf jeden Fall.
00:04:11: Ja keine Ahnung Gelsenkirchenleben ist auf jeden fall auch on the edge kann man vielleicht auch als Grunge bezeichnen.
00:04:18: Geleck auf die eins.
00:04:19: aber man ist immer in Erklärungsnoten doch mit anderen Leuten zusammen und Fenster sind auch immer.
00:04:27: dirty müsste ich Auch mal sauber machen, aber der Lifestyle sagt nee.
00:04:35: Er kommt ja gerade frisch vom Festival, vom Farewell Youth Festival in Dresden.
00:04:42: Was würdet ihr sagen?
00:04:43: Lieber Festivals hier im Port oder auch mal woanders auftreten?
00:04:48: Ja ich glaube eigentlich man braucht eine Balance zwischen beiden weil man sich hier natürlich sehr wohlfühlt im Port und irgendwie Alle kennt.
00:04:57: und wenn man sie nicht persönlich kennt, dann weiß man trotzdem irgendwie wie Sie drauf sind.
00:05:01: Und woanders ist das natürlich immer ein bisschen was Neueres und ein bisschen spannender.
00:05:07: aber ich glaube wenn ich mich jetzt entscheiden müsste würde ich sagen im Port.
00:05:11: Ja ich wollte früher immer raus mit den Bands in dem Ruhrgebiet immer woanders spielen in Deutschland.
00:05:16: aber da habe ich immer festgestellt... Boah, es gibt so viele fucking Städte im Ruhrgebiet und ich hab erst in zwei oder drei gespielt.
00:05:23: Warum nicht eigentlich die ganze Zeit woanders sind?
00:05:25: Eigentlich kannst du schon eine Tour nur im Ruherbiet spielen... ...und hast dir das mal andere Leute vor der Bühne stehen.
00:05:31: Aber ist auch extrem nice mal einfach andere Crowds kennenzulernen, andere Leute, andere Vibes.
00:05:38: also es werden doch Konzerte auch sehr unterschiedlich besucht und wahrgenommen.
00:05:43: Genau aber die Fettenfestivals finden für uns dieses Jahr Im Podstedt.
00:05:49: Mega geil!
00:05:50: Was ist euch denn lieber?
00:05:52: Kleiner Crowd in einem sweeten Club, wo irgendwie der Schweiß von der Decke
00:05:58: fällt
00:05:59: oder große Bühne viele Leute Mainstage-Wipes?
00:06:04: Ja also mein Ego würde wahrscheinlich sagen die größeren Crowds.
00:06:08: aber wenn ich jetzt wirklich reingucke glaube ich eher die kleinen Crowds weil es irgendwie mehr Verbindung schafft und irgendwie ... mehr das ist, wofür man es halt auch macht wenn man halt so nah an den Leuten dran ist.
00:06:22: Ja also für mich sind irgendwie große Bühnen, ... ... irgendwie da steht's auf meiner Bucketliste... Also ich wollte schon immer gerne, ... also ich wollte ja schon immer mal auf einem richtigen Open Air spielen und das passiert jetzt dieses Jahr zum ersten Mal.
00:06:32: deswegen halb ich das schon komplett, also richtig krass ab.
00:06:37: aber wir haben auch vorher schon einmal dann auf einer größeren Bühne gespielt und manchmal ist man da auch ein bisschen lost je nachdem wie Fetzl der Graben auch ist vor der Bühde Und dann sieht man sich schon immer so zu einem kleinen Club zurück.
00:06:50: Allerdings kommt es auch nicht selten vor, dass im kleinen Club vielleicht mal meine Mama oder mein Papa steht und dann bin ich übelst nervös... ...und dann denke ich mir wäre geiler wenn's jetzt größer wär, dann geht das erst ein bisschen verloren.
00:07:02: Okay!
00:07:02: Dann schreibt mir mal ins Gespräch rein und ich würde sagen ihr holt uns mal von ganz vorne ab sozusagen Wie kam dir auf den Namen Desolat?
00:07:11: Und wie zur Hölle hat der Name irgendwie auch mit Gelsenklichen zu
00:07:15: tun?!
00:07:17: Ja, die Solarz war tatsächlich so... Ich komme halt irgendwie ursprünglich aus dem Metal hauptsächlich und im Metal ist es so dass viele Bands immer einen schlagkräftigen Namen haben wie Metallica oder Slayer.
00:07:30: Und dann wollte ich für die Band damals mit Sven & Mowgli die Namenssuche betrieben auch ein Wort haben was irgendwie prägnant ist.
00:07:42: Weil ich zu der Zeit komisch bin nicht aus Gelsenkirchen, aber schon lange hier immer so die Zeitungsartikel geprägt fahren von desolata, Zustand einer Stadt oder Gelsenkirchen ist desolat.
00:07:53: Also irgendwie dieses Wort das tauchte für mich sehr häufig mit diesem Stattnamen zusammen auf und dann habe ich halt geguckt.
00:07:58: Oder gibt es den schon?
00:08:00: Ja da gab's so ein Techno-Label dass das schon so für sich geklämt hat aber keine Band.
00:08:06: Wir haben gesagt den nehmen wir genau.
00:08:09: Ja sehr nice!
00:08:11: Ihr macht ja Deutsch Grunch.
00:08:13: Wie würdet ihr die Musikrichtung beschreiben, jemanden der da irgendwie überhaupt gar keinen Plan von hat?
00:08:20: Und warum passt das so gut auf eurem Musik?
00:08:23: Du hast ja gerade gesagt zum Beispiel du bist eigentlich ein Metalhead und jetzt machst du Grunge.
00:08:28: Ja wie würdest du das beschreiben?
00:08:30: Deutsch Grunge was ist das Lili?
00:08:33: Ich würde es beschreiben als Dysolat quasi.
00:08:36: Also es ist schon eher bisschen mehr Mid-Tempo also jetzt vielleicht andere rockigere Genres Und es ist auch irgendwie nur so ein Überbegriff für eine Verschmelzung von verschiedenen Genres.
00:08:47: Also bei uns zum Beispiel... ...ist Alternative mit drin, bisschen Pop, Metal, Shoegaze, whatever.
00:08:54: also da ist irgendwie alles mögliche drinnen und eigentlich ist es ja genau so'n bisschen die Attitüde, die so dahinter steckt.
00:09:06: Ja ich hab da auch wieder ne Metal-Geschichte zu Ich weiß auch nicht.
00:09:12: Also ich habe es immer so wahrgenommen, es gibt viele Bands die sagen wir sind total einzigartig.
00:09:17: Wir kombinieren das was noch keiner gemacht hat und deswegen braucht es jetzt einen eigenen Namen.
00:09:21: und da ist dann nicht Thresh Metal sondern Atomic Thresh metal weil atomare Versorgung besonders zentrales Thema spielt.
00:09:30: Und bei uns war's halt so wenn man halt Gitarremucke macht und auf Deutsch singt dann landet man halt sehr schnell in dieser Deutsch Punk Szene und da haben wir uns eigentlich nie so gesehen.
00:09:42: Also es gibt da auch coole Bands, die wir schon zusammen gezockt haben.
00:09:45: aber irgendwie haben wir immer gesagt das ist eigentlich machen wir gar keinen Punk so.
00:09:49: Wir machen Rock Musik und dann war das ein bisschen als Fun-Ede.
00:09:54: okay Deutsch Punk, Deutsch Grunge.
00:09:56: Da haben wir's quasi hinten dran gehangen.
00:09:59: und ja also die Story dazu.
00:10:04: Mega!
00:10:05: Euer erstes Album was ihr veröffentlicht habt heißt Ökundorfication Ist ja ein Wortspiel auf den Stadtteil Yckendorf und gleichzeitig aber auch, glaube ich eine Anspielung an Retard Chili Peppers Californication.
00:10:20: Wie kamt ihr auf den Namen?
00:10:22: Wie war der Prozess dahinter?
00:10:23: Nehmt euch uns da gerne mal mit!
00:10:27: Boah, da muss ich jetzt auch nochmal re-callen... Also wir hatten ursprünglich, glaub' ich, einen anderen Namen für das Album, aber... Work
00:10:34: life Balance.
00:10:35: Stimmt!
00:10:36: Es war Work Life Balance ... vier, fünf in der Band haben schon gesagt so, boah das ist so zentrales Thema.
00:10:44: Das müssen wir machen und unser Bassist, der Sven meinte dass es der beschissenste Name, die ich jemals gehört habe.
00:10:51: Wie wär's mit ... ... Undorfication?
00:10:53: So alles ist besser als Work-Life Balance und dann hätte diesen Namen einfach gedroppt quasi... ... so als dummes Beispiel wie es anders sein könnte.
00:11:01: Dann saßen wir jetzt so und haben gesagt Ja!
00:11:03: Das ist es, lass uns das doch einfach genau so machen.
00:11:06: Und das Lustige ist dann bei der Recherche... Ich habe immer gedacht, California-Cation heißt von Rachel Chilipers, das ist gar nicht so.
00:11:15: Das heißt California-cation und bedeutet eigentlich auch was ganz anderes?
00:11:21: Na, gibt mich jetzt nicht drauf fest, was es war aber die Leute erst
00:11:25: hören
00:11:26: können das gerne mal recherchieren.
00:11:30: Ich dachte jetzt auch, es geht um California.
00:11:32: Aber okay... Es
00:11:33: ist glaube ich so ein Wortspiel also California und Fornication.
00:11:36: Fornications?
00:11:37: Ist das nicht irgendwie Fortpflatzen?
00:11:40: Ja ne?
00:11:41: Okay!
00:11:44: Die Drecksfinger nicht.
00:11:48: Ja, wenn Kalifornia Red Hot Chili Peppers inspiriert hat und wie Fan hat denn Gelsenkirchen euch so inspiriert?
00:11:56: Ihr habt ja auch erzählt ihr seid beide zugezogene aber fühlt euch hier wohl im Ruhrgebiet.
00:12:02: Wie spiegelt sich das in eurer Musik wieder?
00:12:05: Also genau ich bin zugezogen aus Trier Jetzt mal ein bisschen weiter ausgeholt, aber es macht alles Sinn.
00:12:12: In Tria ist es halt irgendwie alles recht klein und schön und so und damit habe ich mich irgendwie nie so ganz identifizieren können.
00:12:20: Und genau als ich dann irgendwie auf Studien suche war, war halt gleich wegziehen und dann hab' ich das Ruhrgebiet allgemein entdeckt Und irgendwie konnte ich mich mega damit identifizieren, so dass die Leute halt auch irgendwie mal sagen, wenn was scheiße ist und so weiter.
00:12:36: Ich finde das spiegelt sich halt auch musikalisch sehr bei uns.
00:12:39: nochmal wieder also irgendwie diese Echtheit.
00:12:41: Also wir spielen halt irgendwie nichts vor.
00:12:44: Wenn irgendwas dreckig ist dann sagen wir halt auch, dass es dreckigt ist und Kerns nicht unter Sofa oder so... ...und ja, ich glaube, das hat so eine Wechselwirkung miteinander.
00:12:56: Ja genau!
00:12:58: Also ich selber habe immer gedacht, ich komme aus einem Ruhrgebiet.
00:13:01: Ist auch glaube ich so...
00:13:02: Aber bist du aus Düsseldorf eigentlich?
00:13:03: Ich bin
00:13:04: ursprünglich aus Hattingen an der Ruhe.
00:13:06: Ah
00:13:07: ja okay tricky!
00:13:08: Ich hatte damals meine erste feste Freundinkammer aus Gelsenkirchen und der Vater war halt ein Ultraschalker.
00:13:17: und wenn ich den Mal gesagt hab, ich komm aus dem Pod hat er immer gesagt, Junge, Hatting ist Sauerland, weißt du?
00:13:22: Da habe ich halt gesagt, hör mal du hast doch nicht mal einen Ruhufer in Gelsenkirchen.
00:13:27: Aber von daher habe ich mich eigentlich immer so als Ruhrgebietskind gesehen.
00:13:33: Als ich dann in der Gelsenkirchen gezogen bin, habe ich aber gemerkt dass hier einfach noch mal ein anderer Windpfeift, nochmal andere Kernigkeit am Start ist.
00:13:41: Definitiv und ich hab vorher auch kurz seit den Essen gewohnt.
00:13:46: Bin in Gelsenkirchen häufiger umgezogen, aber irgendwie die Stadt hat mich nicht mehr losgelassen.
00:13:51: Also meine Eltern konnten es auch gar nicht verstehen!
00:13:54: Aber irgendwas ist hier im Wasser oder in der Luft, was einen verzaubert.
00:14:00: Ja sehr schön und wie inspiriert dich das?
00:14:03: In der Musik die du da machst?
00:14:05: Ja ich glaube das ist ja eigentlich für jeden Musiker jede Musikerin.
00:14:09: eigentlich glaub' ich ähnlich dass man ja viel einfach seine eigene Biografie seines eigenen Erlebens irgendwie in die Musik einfließen lässt.
00:14:19: Und wenn man in einer Stadt Gelsenkirchen wohnt Gerade was wir auch vorhin gesagt haben, die auch viel sehr genegertiv tituliert wird.
00:14:28: Auch nach wie vor noch häufig negativ titulieren wird so in Medien dann fragt man sich halt, ist das eigentlich so?
00:14:33: Wenn ich hier bin, ist es eigentlich gar nicht so scheiße, dass man außen mal beschrieben wird und das fließt dann irgendwie schon in die Musik.
00:14:41: Wir haben uns dann nach dem Titel auch überlegt okay jetzt brauchen wir aber einen Track der dann das auch irgendwie aufgreift Und haben ja bei dem Album auch viel, so viele Recordings gemacht.
00:14:50: Haben so Samples eingebaut sind hier durch Gelsenkirchen gelaufen und haben im Skatepark Sachen aufgenommen in Adrona zwei Sachen auf genommen und wollten halt diesen Vibe das Leute den fühlen die nicht aus dem Pod kommen und genau das so fließt es dann zum Beispiel ein.
00:15:05: Wie
00:15:06: kann man sich das denn vorstellen?
00:15:07: wenn ihr hier rumgelaufen seid und Sachen aufgenommen habt wie kommen die dann eurer Musik wieder?
00:15:11: Sind das dann kleine Abschnitte die man im Hintergrund hört?
00:15:14: oder wie kann man sie das vorstellen?
00:15:16: Ja, teilweise reingeschnitten richtig in die Musik und teilweise haben wir es halt als Skit quasi so zwischen den Songs gemacht um ein bisschen überzuleiten.
00:15:25: Genau also bei Ignorfication zum Beispiel ist das immer das Krasseste finde ich.
00:15:29: wenn man da heute Spotify hört Diese ganzen Skits, diese Zwischendinge die wir gemacht haben, die hört sich keiner an.
00:15:37: Du guckst ja in die Streaming-Zahn an und siehst halt die ganze Lieder vom Track oder kommst du die Skit zu alle ganz am Ende?
00:15:41: Und dann irgendwie so hundert Streams.
00:15:44: Aber wenn man ein Album hört von vorne bis hinten durch, dann kriegt man quasi eine ganze Story mit...
00:15:49: ...und habt ihr die dann zwischen den Songs gepackt?
00:15:52: oder wie habt ihr das gemacht?
00:15:53: Ja geil!
00:15:54: Das sind quasi eigene Songs aber nur so drei Sekunden
00:15:59: lang.
00:15:59: Eure Songs sind ja auch sehr oft so nostalgisch angehaucht.
00:16:02: Ich denke auch immer gerne an die neunziger Jahre zurück hier in Gelsenkächen, da war alles noch besser!
00:16:10: Aber für mich ist halt auch Grunge voll irgendwie neunzigere Jahre.
00:16:14: Ein Song heißt ja auch Wynona und ich muss direkt an Wynonna Ryder denken... Wie wichtig ist euch eigentlich Nostalgie?
00:16:23: Ja also ich würde sagen Es ist irgendwie ein großer Teil meiner Sozialisation, weil ich eigentlich mich hauptsächlich Musik geprägt hat die ich selber nicht aktiv erleben konnte.
00:16:36: Also eine Kurt Cobain zum Beispiel war tot als ich angefangen habe mir wahrnacht zu hören.
00:16:40: Generell bin ich sehr viel mit Musik aus den Achtzigern so groß geworden obwohl ich selber in den Neunzigern geboren bin und dementsprechend ist Nostalgie da immer ein riesen Thema gewesen Live-Konzerte angeguckt habe und mir gedacht habe, wie fett wäre das gewesen wenn er damals miterlebt hätte.
00:16:59: Und dann hat man so ein bisschen auch diesen State of mind dass man denkt die Musik heute wär immer scheiße.
00:17:04: aber ich hab in den letzten Jahren auch gemerkt, das ist kompletter Bursche.
00:17:08: Das passiert so viel geile spannende Musik aktuell.
00:17:11: Man muss da halt nur checken.
00:17:13: Deswegen ist die Nostalgie vielleicht so verblasst über die letzten Jahre Runschweit in den neunzehnten groß, deswegen kommt es dann doch schon auch immer zum Tragen.
00:17:27: Aber zu Wainona kannst du auf jeden Fall noch mehr sagen?
00:17:31: Ja ich würde sagen generell spielt Nostagisch schon eine große Rolle irgendwie weil das auch so ein bisschen einfach eine Flucht ist glaube ich wenn man halt irgendwie erwachsen wird und immer wieder, immer mehr merkt was so in der Welt alles abgeht.
00:17:44: Dann sieht man sich natürlich doch immer wieder zurück zu ätheren Zeiten teilweise bevor man überhaupt geboren war also neunziger habe ich nicht wirklich miterlebt.
00:17:52: aber ja genau man sieht es halt irgendwie dann in den Medien man kriegt's wieder gespiegelt und irgendwie denkt man sich dann halt immer so war das noch besser.
00:18:03: Wenn wir jetzt gerade eh so ein bisschen am zurückgucken sind, vielleicht könnt ihr uns ja noch mal abholen.
00:18:08: Wie seid ihr denn als Band überhaupt zusammengekommen?
00:18:11: Also wie ist das passiert?
00:18:14: Da musst du anfangen!
00:18:18: Ja die Band an sich ist eigentlich daraus entstanden.
00:18:21: So ein bisschen aus Frustration tatsächlich weil ich habe... also ich mache schon wirklich super super super lange Musik und auch in vielen verschiedenen Projekten Und war da aber nie im Songwriting involviert, also ich habe immer hauptsächlich gesungen und früher mal Schlachtzeug gespielt.
00:18:37: Und dann bin ich ... ... im Jahr zwei Tausend vierzehn bin ich aus meiner Einband rausgeflogen... ...und im Jahr zweitausend sechszehnt bin ich dann noch aus der Anderen ausgestiegen, wenn es irgendwie Stress gab.
00:18:47: Dann hab' ich mir so gedacht, boah, das nächste Projekt mache jetzt einfach mal selber.
00:18:50: aber ich konnte halt nix zu einem Zeitpunkt ausser ein bisschen singen und Schlachzeug spielen und dann halt irgendwie Gitarre geholt angefangen rumzuklimpern.
00:18:58: Und da habe ich Mowgli unseren Schlachtzeuge Am Skatepark getroffen hier in Gelsenkirchen, den Bumke Höhlen am Robinson Pester Park.
00:19:09: Und hab dann so erzählt dass ich irgendwie ne grad ein bisschen Mucke gemacht und dann hat er irgendwie Bock gehabt.
00:19:14: Dann haben wir uns getroffen und dann kamen so eins zum anderen.
00:19:16: Da hatten wir noch einen anderen Kollegen der hatte auch schon länger nichts zu tun.
00:19:19: Da haben wir gesagt ja ist im Bass!
00:19:22: Und genau da waren wir erstmal zu dritt unterwegs eine ganze Weile... ...und dann kam es dazu das wir an der deutschen Pop ... Musik aufgenommen haben, weil Lili und Mika uns damals gefragt haben.
00:19:35: Und ich übergebe jetzt mal ein Lili bei die Festeaktive von deinerseits, das glaube ich viel spannender.
00:19:40: Ja genau, Mika und ich haben zusammen studiert... ...und zwar Musikproduktion Tontechnik in die Richtung,... ...und haben halt gemeinsame Projektarbeit gemacht und da mussten wir halt eine Band rekorden.
00:19:49: Und Ich war da gerade frisch zugezogen, kannte halt niemandem.
00:19:53: Und ja, Mica kannte tatsächlich halt Desolat aus dem Skatepark.
00:19:57: Und hatte gesagt, ja lass uns die einfach aufnehmen!
00:20:00: Und so haben wir dann zwei Singles in zwei Projektarbeiten aufgenommen und das hat so gut funktioniert, dass die Jungs uns dann angefragt haben ob wir nicht das Album Irgendification produzieren wollen.
00:20:11: Das heißt Mika und ich haben das recorded und Wir fanden die Band halt weiter total cool!
00:20:17: Wir fangen die Musik total cool, wir haben auch sehr viel, glaube ich musikalisch schon eingewirkt so bevor wir überhaupt in der Band waren Und dann hat sich das irgendwie ganz organisch so entwickelt.
00:20:27: Also Mika war halt als Erster drin quasi, der hat die zweite Gitarre gespielt und dann hat Markus den Daumen gebrochen und konnte ein paar Monate nicht Gitarren spielen.
00:20:39: Dann haben sie es erst mit einem anderen Gitarresten versucht und der wollte aber nicht dauerhaft bleiben, glaube ich.
00:20:45: Und dann habe ich gesagt, ich werde gerne!
00:20:47: Und dann hab' ich schnell in so drei Monaten oder so habe ich mir, glaub ich, Gitarre reingetan was ich vorher eigentlich gar nicht spielen konnte damit sich auch in die Band kam.
00:20:57: Das ist ja insane Einfach selber beigebracht?
00:20:59: Ja genau also ich bin eigentlich halt Pianistin immer gewesen und Sängerin und dachte aber ja so kommt man halt schwer an eine Band und eigentlich habe ich halt Lust Und dann habe ich mir das schnell beigebracht.
00:21:12: Ja, dem hat er schon geschickt gemacht.
00:21:13: Michael Lilli haben sie so ein bisschen unverzichtbar gemacht.
00:21:15: Dem uns erst gesagt, ja komm wir können jetzt einen Arrangement machen.
00:21:17: und wie wär's noch mit der Vocalign?
00:21:19: Wir sagen ja ist geil, ist geil!
00:21:20: Und dann haben wir gemerkt ey scheiß da können wir gar nicht mehr live umsetzen.
00:21:24: Heimlich übernommen oder freundlicher.
00:21:27: In dem Fall.
00:21:28: Ein mega mega eindrucksvoll richtig richtig cool.
00:21:33: Ich bin voll geflasht davon und ich denke mir aber auch ne also... Jetzt habt ihr die Band ist da, ihr habt die Skills und jetzt braucht es aber Proberäume.
00:21:44: Wo geht man hin um Sachen aufzunehmen zu üben wo man einfach Musik machen kann wo keiner stört?
00:21:52: also wie schätzt ihr das ein?
00:21:54: Gibt es hier genug Proberräume in Gelek oder allgemein
00:21:58: im Pot?
00:21:59: Das ist ein ewig widerkehrendes Thema weil für uns gibt's auf jeden Fall nicht genug weil wir haben keinen.
00:22:07: so wirklich.
00:22:08: Wir haben eine Zeit lang bei unserem Bassistin Sven in Spockhöfel geprobt.
00:22:13: Da hat er halt einen Raum und jetzt... ...ein
00:22:15: Schlafzimmer!
00:22:16: Ja, quasi ihr seid Schlachtzimmer?
00:22:18: Nee, Arbeitszimmer mittlerweile?
00:22:19: Ja so beides.
00:22:20: Sowohl das auch.
00:22:23: Das war natürlich auch so für ihn.
00:22:24: dann und jetzt mittlerweile proben wir in Dorsten im Studio von Mika wo wir auch das Album aufgenommen haben.
00:22:33: aber es ist halt auch eigentlich ein Studioraum wo halt auch mal recorded wird.
00:22:37: Das heißt, dass es jetzt auch nicht optimal ist.
00:22:39: natürlich noch einmal eine Ecke fahren wir immer eine halbe Stunde hin und zurück.
00:22:44: das heißt ja es fehlt auf jeden Fall schon irgendwas hier so in der Ecke es gibt ja was aber es ist auf jeden fall ne höhere Nachfrage als Angebot.
00:22:53: Ja habt ihr direkt den Finger in die Wunde gelegt?
00:23:00: Es ist wirklich total schwierig Seit ich denken kann, immer ein Problem.
00:23:05: Also es ist jetzt gar nicht nur mit desolat.
00:23:08: Ich musste früher auch meinen anderen Bands häufig raus... ...ich habe lange Zeit im Wuppertal geprobt weil's einfach nix hier zur Verfügung gab.
00:23:16: und wenn Räume mal frei werden dann werden die halt unter befreundeten Bands weitergegeben.
00:23:21: also es ist halt selten so dass einer sagt ja hier gibt den Schlüssel ab und ich kenne aber keinen der den noch haben will könnte quasi in Saratschalten.
00:23:27: das passiert eigentlich so gut wie nie.
00:23:29: Und wenn Ich, wie gesagt den Wattenscheid ist ein Proberaum.
00:23:33: Da haben wir früher viel geprobt und sind noch Kollegen von mir.
00:23:37: Da habe ich glaube ich damals zwei Jahre gewartet dass da wirklich einen Raum freigeworden ist.
00:23:41: und jetzt mit Dysolat... Wir sind seit Jahren hier beim Konsul auf der Warteliste.
00:23:48: Es gibt einen Proberamkomplex die uns hier gibt in dem Wattentscheid auf der warte Liste.
00:23:52: Wir kriegen immer mal wieder Tipps von Leuten wenn hier irgendwo jemand einen Raum ausfindig gemacht hat.
00:23:58: es ist nichts zu machen.
00:23:59: also das ist wirklich Traurig.
00:24:02: Also woran man hier liegt, das ist wirklich die Nachfrage dass einfach so viele Bands da sind und dafür aber wenig Angebot da ist.
00:24:09: oder was meint ihr?
00:24:11: Ich glaube es ist eigentlich normal also normal.
00:24:13: viele Bans würde ich jetzt mal behaupten wenn nicht sogar eher weniger als in anderen Ruhrgebietstätten Aber irgendwie gibt's einfach nicht so ein großes Angebot.
00:24:26: Ja es müsste definitiv einfach mehr Räume geben bin jetzt auch, sag ich mal zu wenig drin in dieser Managementperspektive.
00:24:34: Ich glaube man braucht natürlich auch eine Stange Kohle.
00:24:36: Häufig sind ja solche Proberaumkomplexe entweder an einem alten Bunker oder an irgendwelchen alten Industriegebäuden.
00:24:41: die müssen entsprechend saniert werden.
00:24:43: dann brauchst du eine Lüftungsanlage da musst du alles bezahlen.
00:24:46: Auch wenn man relativ sicher sein kann glaub' ich dass man die Räume weg kriegt weil eigentlich jeden Proberraum komplex den ich kenne ist halt ausgewucht bis hinten gegen.
00:24:55: Aber ich glaube, es gibt nicht so viele Firmen oder dann private Leute die sich da so ran trauen.
00:25:02: Einer ist halt Kultbunker.
00:25:03: Die sind in Wattenscheid immer noch eine Inherne und noch irgendwo anders aber die haben auch schon länger keine neuen Immobile mehr erschlossen.
00:25:12: Mein Traum war immer... Hückendorf ist ja vor Burma-Straße ein großer Bunker und da habe ich schon häufig schöne Träume gehabt wie geil das wäre wenn da Proberäume drin wären weil Ich glaube, es wird auch echt viele Leute die sonst so nicht nach Gelsenkirchen oder im Dorf kommen einfach hinbringen.
00:25:30: Dann geht's in der Trinkhalle noch antrinken und das wird halt auch nochmal krasser beleben.
00:25:35: aber ist wohl nix zu machen, hat ich so gehört.
00:25:39: Wir sprechen hier an unserem Podcast immer wieder über dritte Orte also Orte außerhalb von Job und dem Zuhause und eigentlich ist ja der Proberaum wirklich der dritte Ort wie er im Buch steht.
00:25:51: sozusagen Was bedeuten euch solche Orte?
00:25:54: Wenn ihr jetzt an Proberäume denkt, gerade ist ein bisschen tricky.
00:25:57: Weiß ich ja!
00:25:58: Aber was habt ihr so eine Verbindung mit solchen Orten?
00:26:01: Warum sind die so wichtig?
00:26:04: Ich glaube für mich ist das nochmal besonders wichtig weil ich im Homeoffice arbeite.
00:26:07: Das heißt ich habe nur einen einzigen Ort für Freizeit und Job und Leben und deswegen ist es schon sehr wichtig.
00:26:16: also... Man kommt halt irgendwie raus, vor allem ich finde bei einer Band natürlich auch trifft man sich halt mit anderen.
00:26:22: Also man hat die soziale Interaktion, die man sonst nicht so hat und auf der Arbeit will man ja vielleicht gar nicht immer soziale interaktionen mit den Leuten.
00:26:31: aber ja die Band hat man sich ja ausgesucht irgendwie, man versteht sich, man geht gemeinsam eine Leidenschaft nach Wir machen das auch ganz oft dass wir da vorne noch ein bisschen rumschillen danach ein bisschen rumschillen Und das hast du halt woanders nicht so.
00:26:48: Ja, ich glaube was Proberäume irgendwie so spannend macht als dritte Orte ist dass du dir da quasi deinen eigenen Safe Space mieten kannst.
00:26:56: Also du holst den Raum der ist quasi leer dann ist ja erst mal das erste Ding.
00:27:01: Du musst ihn irgendwie einrichten und du willst einen bestimmten Vibe haben.
00:27:04: Klar manche Leute chillen mehr am Proberaum Manche Leute bisschen weniger Aber noch hast du irgendwie erstmal eine geile Couch da rein.
00:27:12: Dann überlegst du wo steht der Drumset?
00:27:14: ... kreieren, wie du es willst und du machst die Tür zu.
00:27:17: Und dann ist das halt dein Ort!
00:27:18: Du kannst ja alles ausprobieren... ... keiner guckt dir über die Schulter oder kommentiert irgendwas,... ... sondern du kannst dich da komplett einfach deinem musischen Fluss widmen.
00:27:29: Ich glaube, dass ist schon extrem speziell im Bezug auf Proberäume, die das so erfüllen.
00:27:38: Ja, du hast
00:27:39: ganz schön beschrieben mit dem Safe Space für mich weil also... wenn man dann auch einen Proberaum mal hat oder ein Studio, wo man so hängen kann.
00:27:48: Das sind ja auch teils sehr lange Stunden die man da verbringt.
00:27:54: Lange Sessions nach Mühde kommt blöd!
00:27:57: Man
00:27:57: kennt es.
00:27:58: gibt's denn
00:27:59: irgendwie
00:28:00: eine crazy Geschichte?
00:28:02: Die ihr uns erzählen könnt, die ihr im Proberau oder im Studio erlebt habt oder irgendwas übelst dummes was Lustiges Band Lore ist, was ja euch immer selber noch mal erzählt.
00:28:14: Ja also ich glaube, was ganz spannend es ist auch der Kontrast weil ich habe das jetzt gerade so mit Safe Space auch erzählt und was es zum Beispiel auch gibt, was in Großstädten verbreiteter ist.
00:28:25: wir haben's in Japan mal miterlebt da kann man sich Proberäume halt auch minutenweise mieten Und dass ist halt der komplette Gegenteil weil da kommt's halt rein, das ist eingerichtet Proberaum gemietet und dann wird halt wirklich beim Einchecken, wurde eine Stop-Uhr gestellt.
00:28:45: Und dann lief quasi nicht in dem Moment wo wir angefangen haben zu spielen sondern muss man es erstmal aufbauen, lief dann schon oben schön sichtbar auf so einer Digitale Anzeige quasi die hundertzwanzig Minuten runter, die wir uns da gebucht haben.
00:28:57: Dann haben wir halt gezockt usw.
00:28:59: und dann war irgendwann die Zeit so.
00:29:00: in den letzten fünf Minuten kam dann schon so ne Durchsage ja Achtung jetzt gleich läuft die Zeit ab.
00:29:06: Nach einer Minute ging so eine rote Sirene an und dann in den letzten drei Sekunden, wir waren zusammenpacken, gingen auf einmal die Tür auf.
00:29:13: Dann kamen da so drei kleine Japaner reingeflitzt und haben angefangen alles aufzuräumen und das wieder an Ort und Stelle zu tun.
00:29:20: Und haben uns quasi gleich mit rausgekehrt.
00:29:23: Das war jedenfalls eine Proberaumgeschichte, die mir lustig in Erinnerung geblieben ist.
00:29:30: Was weiß ich wie es bei dir Lili?
00:29:32: Ja, ich fand zum Beispiel auch cool wegen Savespace und auch Nachmüde kommt lustig.
00:29:39: Wir haben ja im unserem jetzigen Proberaum vorher schon das Album recorded Und da haben wir halt alle da gepennt Also teilweise im Raum.
00:29:51: Ich fand es halt irgendwie cool weil bei Ökondorfication ist am Ende so ein Bonus-Track davon pushen Und irgendwie haben wir da ganz viel rumprobiert was so passt Weil der nicht so ist wie die anderen Songs.
00:30:01: Und ja, da haben wir dann irgendwann einfach Markus auf seine Isomatte in den Raum gelegt.
00:30:08: Haben Licht ausgemacht und haben ihm gesagt er soll einfach so tun als würde der gleich einschlafen... ...und dann genau da kam dann irgendwie erst die perfekte Aufnahme als er dann total verpennt im Probera fast am Schlafen war.
00:30:22: Das fand ich auch sehr cool!
00:30:24: Ja und ansonsten glaube das halt viele machen ne?
00:30:27: Gerade als ich noch so minderjährig war, war da natürlich auch Party-Location.
00:30:31: Keine Ahnung, wir haben Fondue gemacht, Rackklett... Ich weiß doch genau wie unser Drama damals auf seinem zwanzig Soil zur Siljenbacken dann die fertig frittierten Snacks angeboten hat, wie das von Fondues gehört.
00:30:45: Ach keine Ahnung alles!
00:30:46: Also wie gesagt dadurch dass es ein Safe Space ist, da hat man halt alle ausprobiert und gemacht was sonst keiner sehen sollte.
00:30:55: Aber Safe Space bedeutet ja auch, dass ihr wahrscheinlich als Band eine ganz eigene Verbindung habt.
00:31:02: Ich war noch nie in der Band aber ich kann mir vorstellen was wenn man in einer Band ist das es nicht nur so eine normale Freundschaft sondern über das Hobby ist irgendwie nochmal so eine Metaebene über die man verbunden ist oder wie würdet ihr das beschreiben?
00:31:16: Also ich finde das ist wie wir so ne Chosen Family auch ein bisschen Weil vor allem bei uns, ich weiß jetzt nicht genau ob das bei allen so ist.
00:31:23: Aber bei uns ist es halt so dass wir auch sehr unterschiedlich sind.
00:31:26: Wir kommen alle irgendwie aus ganz verschiedenen Ecken und haben uns irgendwie gefunden Und das finde ich irgendwie einfach ganz sweet, sodass man einfach zusammen schildt und Musik macht Es auf jeden Fall schon eine besondere Art der Bindung die man glaube ich nicht so gut erklären kann wenn man nicht in einer Band war.
00:31:46: Ja, wir haben alle auf jeden Fall ein unglaubliches Durchhaltevermögen wie Sven immer sagt.
00:31:50: Er ist crazy muss ich sagen.
00:31:51: also sonst hat man das ja häufig da irgendwann mal einer aussteigt und kein Bock mehr hat und bei uns sind irgendwie immer mehr Leute dazugekommen und haben den Zug nicht verlassen.
00:32:00: Ich finde das was du meintest halt mit Family fühlt sich halt echt voll so an weil ... arbeitest halt an was, was ein irgendwie viel bedeutet.
00:32:09: Jeder steckt da so seinen eigenen Charakter rein und Herzblut rein... ...und dann hast du halt auch viele Diskussionen weil die jeder auch für sich sich da irgendwie auch nach wie vor drin wiederfinden möchte und das ist schon familiemäßig wenn man halt nicht nur eine keine Ahnung produktive Geschäftsbeziehung geht da rein sagt ja unarm sondern da diskutiert jeder mit Leib und Seele so wie weiß ich an Weihnachten.
00:32:34: Ihr habt ja jetzt auch gerade schon erzählt, ihr seid auch viel schon unterwegs gewesen.
00:32:37: Ihr wart schon in Japan Mind Blowing.
00:32:39: Habt da eine kleine Tour gehabt?
00:32:40: Super krass!
00:32:42: Was ist denn so euer Traum?
00:32:44: Wo würdet ihr gerne noch mal auftreten wenn ihr es euch jetzt wünschen könntet?
00:32:50: Ich glaube Australien ist richtig cool.
00:32:53: Ist jetzt sehr weit weg aber weil wir es grad von Japan hatten.
00:32:57: ich glaube in Australien sind die Leute richtig richtig cool drauf Und wenn ich jetzt so ein ganz wildes Ziel sagen könnte, dann wäre es Australien.
00:33:06: Ja, ich glaube Australien gibt's tatsächlich auch viele vergleichbare Bands.
00:33:10: die haben ja auch teilweise echt Radio-Sender Triple J wo irgendwie nur so Mucke läuft den ganzen Tag auf und runter und alle Australien die ich kennengelernt habe waren immer übelst korrekt.
00:33:19: deswegen glaube ich ist das bestimmt total geil da unterwegs zu sein.
00:33:24: Südamerika ist glaube ich übertrieben geil, also auch was so Fan-Spirit und sowas angeht.
00:33:33: Aber dadurch dass wir Mucke auf Deutsch machen ist der Radius ja noch meistens überschaubar.
00:33:38: wie gesagt mit Japan war so ein zufälliger Exkurs.
00:33:43: Genau innerhalb von Deutschland gibt es auf jeden Fall noch super viele Festivals auf die ich gerne mal auf die Bühne steigen würde.
00:33:53: das definitiv.
00:33:54: Jetzt müsst ihr ein bisschen eure Fantasie spielen lassen.
00:33:58: Welcher Ort im Ruhrgebiet klingt für euch wie ein Grunge-Song?
00:34:07: Wannereike!
00:34:11: Ich fühle das, ich weiß nicht was du meinst.
00:34:13: der Name schon allein irgendwie passt
00:34:14: voll.
00:34:15: gut ne?
00:34:16: Es ist echt eine gute Antwort.
00:34:17: Wir
00:34:18: dürfen uns noch ein bisschen überlegen ne?
00:34:19: Ja klar!
00:34:25: Ich kenn gar nicht so viele verschiedene Orte muss ich sagen.
00:34:27: Ich hab natürlich den Lokalforte... Deswegen ist...
00:34:32: Der Druck liegt auf dir jetzt.
00:34:37: Oder warum hast du es so bei Van Eike gefühlt?
00:34:40: Weiß nicht, der Kamits wir als Erstel sind irgendwie ist irgendwie flowig.
00:34:44: ich überleg halt auch gerade was fühlt sich irgendwie nach Grunch an?
00:34:50: also Gelsenkirchen ist sowieso noch mal.
00:34:51: ansonsten haben wir den T-Glofication nicht gewählt aber vielleicht doch am ersten in Mühlheim.
00:35:01: doch muss ich sagen Ja, Müllheim Stürum.
00:35:06: Da kennst du dich besser aus, Christine!
00:35:08: Übernehmen mal!
00:35:10: Also auf jeden Fall... also ich checke, auf jeden fall vom Viper jetzt vielleicht in dem Stadtteil nicht unbedingt aber sonst ja was wär's denn bei dir?
00:35:17: Hast du
00:35:18: was?!
00:35:18: Also Gelsenkirchen ist schon sehr naheliegend finde ich.
00:35:22: Vielleicht ein Ort in Gelsenkirchen Den ich persönlich damit assoziere ist halt irgendwie der Alma Park, also der Skatepark.
00:35:29: Weil?
00:35:30: Einfach weil wir da jetzt schon so viel gemacht haben musikalisch dass ich irgendwie das Gefühl habe das passt... Also ich assoziere das halt direkt einfach mit unserer Musik jetzt per se und ich finde es gibt halt auch nicht viele anderen Grunge den ich sonst mir dabei vorstelle.
00:35:47: Das heißt irgendwie gucke ich halt was ich mit uns assoziehe.
00:35:50: Vielleicht als Abschlussfrage
00:35:51: nochmal Was können wir doch von euch erwarten?
00:35:53: Was steht noch so auf der Bucketlist, wo seid ihr dieses Jahr noch unterwegs?
00:35:57: und vor allem was kommt musikalisch noch so zu uns.
00:36:00: Einiges!
00:36:03: Also wir haben jetzt vor kurzem unsere Single Why Not?
00:36:06: herausgebracht und das ist tatsächlich die erste Single eines kommenden Albums.
00:36:12: Das kommt im Oktober am sechzehnten.
00:36:15: richtig?
00:36:16: Ja, okay.
00:36:17: Genau am sechzehnten Oktober kommt das Album raus und vorher natürlich noch ein paar weitere Songs des Albums eventuell.
00:36:26: Wir spielen auch noch einige Gigs aber da weiß Markus meistens mehr aus dem Kopf.
00:36:33: Wir sind in Soling auf dem Drop the Knife Fest, freuen uns drauf.
00:36:38: Dann dürfen wir dieses Jahr auf dem Rupert Rodeo spielen und sind für Sonntag erste Band.
00:36:43: Für die, die da sind und Bock haben früh aufzustehen.
00:36:46: Kommt vorbei!
00:36:50: Im Herbst im November sind wir auf unserer ersten eigenen Klitzeklein Club Tour.
00:36:57: Und ich bin da auch einige Konzerte hier in der Nähe, also viele in NRW und auch im Pot.
00:37:03: Und sind dann aber auch noch in Hamburg unterwegs, Dresden-Hanover bis nach Wien.
00:37:09: Und wann ist das in Solingen?
00:37:11: Solingen ist am elften Juli und Robot Rodeo müsste der sechste und zwanzig Juli sein.
00:37:18: Also wenn die Folge online geht, kann man auf jeden Fall nochmal zum Robot Rudeo.
00:37:24: Das andere hat man dann knapp verfasst.
00:37:27: Aber ja, also ganz viele Möglichkeiten um euch einfach noch mal live zu sehen.
00:37:32: Dann wünschen wir euch auf jeden Fall sehr viel Erfolg mit den Auftritten Mit dem Album und mit eurer Clubtour.
00:37:40: Und vielen Dank dass ihr heute mit am Start wart.
00:37:43: Ja danke euch!
00:37:44: Vielen lieben Dank an euch war sehr cool
00:37:51: Und Christine was nimmst du mit?
00:37:54: Ich fand es mega spannend, mal so hinter die Kulissen von so einer Band zu schauen und vor allem fand ich es super spannend parallelen richtigzusehen.
00:38:02: Also beispielsweise zwischen Partina Records, die wir Anfang des Jahres gesprochen haben, hört ja auch gerne nochmal rein in die Folge – auch sehr cool!
00:38:10: Und eben jetzt Desolat weil dieses Familiengefühl Das zieht sich irgendwie sehr krass durch.
00:38:17: Also ich hab das Gefühl, wenn du in einem Kollektiv mit anderen MusikerInnen bist oder eben in einer Band, dass du so eine ganz eigene Beziehung und Verbindung zu den Menschen hast die für uns beide, die jetzt noch nie in der Band waren, dass man das überhaupt nicht nachvollziehen kann wie es sich anfühlt.
00:38:38: Weil du halt auf einer ganz anderen Ebene nochmal mit den Leuten connectest Besonders.
00:38:44: Das fand ich super spannend, das nochmal zu hören!
00:38:46: Was war's bei dir?
00:38:48: Ja auf jeden Fall.
00:38:49: und wie sehr dieses Familiengefühl auch mit dritten Orten verbunden ist.
00:38:54: Darüber reden wir ja ganze Zeit.
00:38:56: also man braucht einfach einen Ort auch wo man auch einfach sehr viel Zeit verbringen kann mit Menschen und an einer gemeinsamen Sache arbeiten kann und dann gibt es ja auch wirklich dieses Gemeinschaftsgefühl und dieses Familiengefühl.
00:39:12: so offensichtlich und irgendwie auch so schade, dass es halt nur so wenige Orte gibt dafür.
00:39:19: Und das ist auch nur im Kontext irgendwie so vielleicht Band oder so noch existiert und all die anderen, die das nicht haben, da was verpassen, was richtig wertvolles Verpassen ist.
00:39:32: Das ist irgendwie voll schade!
00:39:34: Ja, total.
00:39:36: Mich hat es auch ehrlicherweise ein bisschen gewundert wie die von ihren Erfahrungen gesprochen haben dass das so ein Struggle ist, ein Proberaum zu finden, irgendwie in Gelsenkirchen und Umgebung.
00:39:46: Also mir war bewusst dass diese Räume rar sind so und das du dich auch lange auf sowas bewerben musst aber dass dir dann teilweise wirklich weiter in andere Städte fahren müssen um überhaupt miteinander proben zu können Das ist halt schon irgendwie scheiße So ne?
00:40:04: Und das macht es ja auch ein bisschen ... exklusiver, dass du so einen Raum hast leider und ich glaube für viele, ich sag mal noch jüngere Bands die irgendwie gerade starten wollen macht es das halt irgendwie nicht einfacher weißt?
00:40:21: Und das finde ich irgendwie auch total schade.
00:40:24: Dass das jetzt gar nicht mehr so ein... Also dass es da einfach schwieriger ist, sowas zu bekommen
00:40:29: Ja, absolut.
00:40:30: Und das hat ja auch ganz oft mit Geld einfach zu tun
00:40:35: und dass es dann
00:40:36: so eine Geldsache ist wie lange du in diesem Raum bleiben darfst, weil du musst das ja buchen für eine gewisse Zeit und so.
00:40:44: Das ist schon nicht einfach, da musst du auch viel Opfern führen.
00:40:48: also sehr viel Herzblut auf jeden Fall dabei.
00:40:53: Aber ansonsten fand ich es auch megacool deren Erfahrungen, die sie schon irgendwie auch weltweit gesammelt haben.
00:40:58: Und wie zum Beispiel Proberäume so in Japan sind und das war irgendwie voll interessant zu hören.
00:41:07: also super spannend!
00:41:09: Was ich noch spannend fand als wir darüber gesprochen haben, wie die Musik produzieren, haben Sie ja beispielsweise auch erzählt dass sie ganz viele Sounds und Töne, und Kleinigkeiten die sie draußen hören aufnehmen.
00:41:23: Und die in irgendeiner Weise in ihre Musik einfließen lassen... ...und es hat mich irgendwie so'n bisschen an Billie Eilish und ihrem Bruder erinnert oder?
00:41:32: Ja!
00:41:32: Weil die das genauso gemacht haben bei einem Album der sie produziert haben.
00:41:37: Das ist halt ja irgendwie ein ganz besonderes Album mit Sounds, die ich auch noch nie in meinem Leben gehört habe.. ..und deswegen war nicht das so cool bei Dysolat dass ihr das auch gemacht haben
00:41:45: plus
00:41:46: Die haben diese Sounds nicht überall auf dieser Welt aufgenommen, sondern die haben dieses Sounds straight out of Gaelic aufgenommen.
00:41:54: Und das ist halt voll was Besonderes finde ich, weil es so ein Element ist, was mal nebenher einfließt und das wird dir wahrscheinlich noch nichtmals auffallen.
00:42:04: Aber das macht's irgendwie nochmal besonderer oder?
00:42:07: Ich fand das auch eine richtig, richtig coole Idee.
00:42:11: Und ich fand es auch irgendwie süß weil die beiden sind ja zugezogen und das war irgendwie so ein liebes Beweis an Gelsenkirchen.
00:42:19: Also irgendwie super liebevoll!
00:42:22: Da musst du ja wirklich sehr aufmerksam durch deine Stadt gehen und dir wirklich so Sounds anhören, die dir irgendwie auffallen.
00:42:32: unfassbar aufmerksam sein.
00:42:34: Das fand ich irgendwie sehr cool, allgemein auch dass die sagen hey hier ist es total cool wir haben hier unsere Nische gefunden und können uns hier entfalten.
00:42:45: Und ja, das fand ich mal einfach wieder toll zu hören.
00:42:50: Voll!
00:42:51: Ich glaube auch ehrlicherweise... Wir haben jetzt in unserem Podcast schon mit vielen Leuten gesprochen die Liebeserklärung an ihre Städte gesagt haben.
00:42:58: aber ich glaube dass ist nochmal so ein anderes Level von Liebeserklärung.
00:43:01: Absolut wenn du sowas machst und durch die Stadt gehst und ja sowas in deine Musik packst oder es ist schon sehr cool gewesen.
00:43:09: Ja absolut Ja, war auf jeden Fall ein sehr hohsames Gespräch.
00:43:15: Ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß wie wir, konnte noch mal was mitnehmen.
00:43:19: erzählt uns gerne.
00:43:21: Hattet ihr schon Berührungspunkte mit Grunge oder nicht?
00:43:24: Wer weiß weil ist das auch für euch so'n Ding der Neunziger?
00:43:28: oder halt top aktuell gerade durch die Band Desolat.
00:43:31: schreibt es uns gerne über Instagram oder auch per Mail
00:43:35: und ansonsten packen wir euch nochmal alle Infos zu Desolate in die Show Notes denn Tour geht bald los, das Album kommt.
00:43:43: Da passiert also ganz viel.
00:43:44: Also wenn ihr die mal auschecken wollt, guckt auf jeden Fall mal bei denen auf dem Instagram-Account vorbei und ansonsten auch natürlich bei Spotify Apple Music Whatever wo ihr Mucke hört und checkt sie immer aus auf jeden fall.
00:43:55: Und dann würde ich sagen vielen vielen Dank fürs zuhören Danke dass ihr am Start wart und bis zum nächsten Mal!
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