#21 So geht Schauspielern im Ruhrpott - mit dem Theater an der Ruhr
Shownotes
Mülheim an der Ruhr - eine der Städte im Pott, die auf den ersten Blick erst mal nicht so krass vor Kulturangebot platzt. Aber: wenn man genauer hinsieht, dann gibt es einiges! Nadia und Christin sprechen in dieser Folge mit Marie Schulte-Werning und Joshua Zielinske - beides Schauspieler*innen am Theater an der Ruhr, die sich ganz bewusst entschieden haben genau an DIESES Theater zu wollen. Warum genau, wie sie dahin gekommen sind, wo sie jetzt sind und was den Beruf eines Theaterschauspielers so besonders macht - das erzählen sie in der neuen Folge.
Alle Infos zum Theater an der Ruhr: https://www.theateranderruhr.de/de/
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00:00:00: Christine, hast du dir schon mal überlegt ob du Schauspielerin werden möchtest und wenn ja warum?
00:00:08: Boah ich glaube nach meiner Erfahrung in der zehnten Klasse im unserem Literaturkurs wo ich das ersten Mal auf einer Bühne stand und Schauspielen musste war danach klar NOPE!
00:00:19: In die Richtung wollen wir gar nicht erst gehen.
00:00:22: Wie
00:00:22: ist es bei dir?
00:00:23: Ich glaub ihr beide verstecken uns lieber hinter dem Mikrofon.
00:00:27: Wo man uns nicht sieht.
00:00:30: Weil ich hatte auch so eine Erfahrung in der fünften Klasse.
00:00:33: Und dann die Audition, sag' ich mal, die lief super weil wir nur im kleinen Kreis waren.
00:00:39: aber war der große Auftritt und ich hatte so einen Armband mit diesen tibetanischen Kugeln.
00:00:46: kennst du die noch?
00:00:47: Ja!
00:00:48: Voll in den zwei Tausenden an.
00:00:49: Dann habe ich so krass damit rumgespielt und dann ist es mir über die ganze Bühne geflogen.
00:00:56: Es war so unangenehm und feinlich.
00:00:59: Und ich konnte keinen graden Satz gerade aussprechen!
00:01:02: Oh Gott,
00:01:02: ich würde die kleine Nadja gerne so gerne umarmen.
00:01:04: grade!
00:01:09: Zwischen Gelek
00:01:10: und Dysi
00:01:11: Ein Podcast von Strobo.
00:01:20: Hi zusammen, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zwischengelek & Dysy.
00:01:24: Ich bin Christine
00:01:25: und ich bin Nadja.
00:01:26: Hallo
00:01:27: Und wir wollen in diesem Podcast den Robot wieder ein bisschen auf die Karte setzen und sprechen mit ganz vielen inspirierenden Menschen und Communities, die genau das auch machen wollen.
00:01:35: Die nämlich dann bewusst hier geblieben sind oder wieder zurückgekommen je nachdem um was zu verändern und die Kultur hier einfach zu supporten.
00:01:43: Und heute sprechen wir, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt im Vorgeplänkel über das Thema Schauspiel.
00:01:50: Wir sind da nicht so begabt anscheinend.
00:01:52: Ich war ein bisschen bühnenangst...
00:01:53: Aber
00:01:55: andere dafür!
00:01:55: Genau und wir wollen heute konkret über das Theater sprechen und zwar um über das theater in Mühlheim an der Ruhr denn wer schon öfter in Mülheim war der weiß so viel Kultur gibt es da leider Nicht auch zumindest nicht auf den ersten Blick.
00:02:12: Aber das Theater Müllheim an der Ruhr macht es einfach ein bisschen anders.
00:02:16: Ja, man hat einfach gemerkt die haben gecheckt hey So und so müssen wir uns irgendwie ausstellen, damit wir junge Menschen ansprechen.
00:02:23: Und haben deswegen irgendwie ihr ganzes Design und auch ihr Programm auf junge Menschen ausgelegt.
00:02:28: Und probieren ganz viel auch aus habe ich gesehen ne?
00:02:31: Also irgendwie Virtual Reality und KI und wie kann das ein Match mit Theater werden?
00:02:37: und so sind da super offen für und probieren einfach super viel aus.
00:02:41: also wer merkt die sind ganz vorne mit dabei was das Thema Zukunft angeht Und wer noch nie im Theater in Mühlheim war, das ist ein super süßes kleines Theater.
00:02:54: Am Rand zu Duisburg.
00:02:55: Also, Christine ist da... Sehr schnell!
00:03:00: Und rundherum ist Wald und es ist ziemlich düllisch als ich da auch reingelaufen bin.
00:03:05: Ich war total geflasht.
00:03:07: also erst mal das Haus sah mega aus und dann gehst du weiter und dann kommst du so raus zum Garten und ich war so wow.
00:03:14: Nadja's Augen wurden immer größer und
00:03:16: größer.
00:03:17: Ja man ist einfach ein super super schönes Theater mit vier Geschichten.
00:03:23: ich glaube in den achtziger Jahren oder so hat es aufgemacht und ja, sollte so ein bisschen was als Alternativprogramm zu diesen ganzen Stadttheatern irgendwie sein.
00:03:32: Was der Standard war zu der Zeit und halt ein bisschen anderes Programm einfach machen.
00:03:38: Und genau, wir haben uns in diesem Theater getroffen.
00:03:40: Im Theater an der Ruhr mit Marie-Schulte Werning und Joshua Zilinske.
00:03:45: Das sind beide Schauspielerinnen am Theater in Mühleim.
00:03:47: Joshua kommt sogar aus Duisburg.
00:03:49: tatsächlich ist hier irgendwie born and raised.
00:03:52: Haben sich beide in Hamburg kennengelernt im Studium, im Schauspielstudium und sind jetzt beide im Theater Mühlem an der ruhr.
00:04:01: Ja, sind dort fest angestellte SchauspielerInnen sozusagen.
00:04:05: Beide auch noch voll jung also Ende zwanzig Anfang dreißig und mit den beiden haben wir uns hingesetzt und gequatscht und es ist ein richtig richtig schönes Gespräch draus geworden.
00:04:13: Also viel Spaß dabei!
00:04:20: Hey ihr beiden, voll schön dass ihr heute mit am Start seid.
00:04:22: Wir starten immer unsere Gespräche Mit einer schnellen Fragerunde Diss or that?
00:04:28: Es gibt gleich zwei Antwortmöglichkeiten Und Ihr müsst euch entscheiden Seid ihr ready?
00:04:35: Also Schauspiel lieber vor der Kamera oder im Theater?
00:04:39: Theater.
00:04:40: Das kam ganz schnell, warum?
00:04:44: Weil man im Theater den Moment wirklich teilt mit dem Publikum.
00:04:48: also man hat direkt einen Kontakt und spürt es ist eine Kommunikation mit den Leuten.
00:04:54: und wenn du für die Kamera spielst dann ... geht es manchmal so ein bisschen ins Leere, habe ich das Gefühl.
00:04:58: Und das ist auch sehr technisch und vor der Kamera ... ... drehst du dann auch oft nicht chronologisch und so.
00:05:04: also es ist so sehr... Ja wir gehen nochmal zurück und jetzt macht die Tür noch mal eine Sekunde früher auf uns.
00:05:09: Es ist so viel technischer finde ich oder die Erfahrung wie ich gemacht hab im Theater kommst Du in den Moment rein weil eine Vorstellung läuft ... ... und da kannst Du nicht sagen Stopp!
00:05:19: Ich fange nochmal an sondern es geht weiter und Du musst irgendwie mit umgehen.
00:05:22: was passiert?
00:05:23: Die Leute spüren das geben dir was zurück und das ist nicht ersetzbar für mich.
00:05:30: Und der Moment hält länger, also du kommst viel länger sozusagen in die Situation rein.
00:05:36: Die kann sich viel langsamer aufbauen und es ist halt ein Unterschied zu einer Kamera wo du dann plötzlich einfach den Schnitt machen kannst.
00:05:44: und das Spannende ist eigentlich dass was nach dem Schnitt passieren würde als Zufall oder als Gang und Gebe, wenn du einfach die Situation laufen lässt.
00:05:55: Und dann können Sachen entstehen, die nicht geplant sind.
00:05:59: Ja kann ich mir gut vorstellen.
00:06:00: irgendwie man ist so grad drin und dann ruft irgendwer
00:06:03: und kann... Ich bin
00:06:04: gerade
00:06:05: drinnen!
00:06:09: Wenn ihr euch jetzt für Theater entschieden habt würdet ihr lieber sagen Theater in Pott?
00:06:14: Oder Theater in Hamburg Berlin München in irgendwelchen Großstädten?
00:06:22: weil hier sehr viel stattfindet, ohne dass es so überlaufen ist.
00:06:27: Also wir haben beide in Hamburg schauspiel studiert und ich war danach auch ein Jahr dort freischaffend und du hast zwei sehr tolle große Staatstheater.
00:06:35: die habe ich auch immer sehr bewundert im Studium.
00:06:37: Haben die mich mit an erzogen würde ich sagen was meine Theater Seegewohnheit betrifft aber das ist eine ganz andere zu arbeiten und es ist sehr überlaufen, dass viele Leute in Hamburg genau diesen Job machen wollen.
00:06:50: Wenig Arbeitsplätze ganz sachlich und im Pot ist das anders.
00:06:55: Und man hat die Möglichkeit... selbstständiger was zu machen.
00:06:59: oder ich finde auch hier gerade die Kulturräume, die sich neu erschlossen werden durch den Strukturwandel wie bei der Ruhrtriennale.
00:07:05: Die Spielorte bei uns im Landschaftspark, die Kraftzentrale oder die Kokereienessen das sind einmalig tolle Orte, die neu belebt werden durchs Theater.
00:07:16: und in Städten wie Hamburg oder ich unterstelle jetzt auch mal Berlin ist die Szene eher übersättigt und hier es noch so ein bisschen mehr.
00:07:25: Ja, du hast keine... dir fehlen so die Freiräume.
00:07:28: Also dass die Kultur oder die Kunst was auch immer du da machst also auch Fotografie spielt dir eine große Rolle.
00:07:36: Du hast halt noch Räume, die unerschlossens sind und das ist für das was wir machen.
00:07:43: oder es ist eigentlich das größte los?
00:07:47: So dass du nicht sagst okay haben wir schon tausendmal gesehen.
00:07:51: Und gleichzeitig haste dann das Internationale noch hier total vertreten.
00:07:58: Es ist wirklich mitten in Europa, genau die Mitte trifft sich.
00:08:02: alle Zugverkehrer treffen sich hier und müssen durch.
00:08:06: Deswegen kann dieses Gebiet auch so international ein bisschen strahlen denke ich.
00:08:16: Beim Theater gibt es ja immer zwei besondere Abende, den Premierenabend und die letzte Vorstellung.
00:08:23: Für welchen Abend würdet ihr euch entscheiden?
00:08:26: Prämiere... Ja!
00:08:29: Es ist aufregender, immer.
00:08:31: Also das Premiere ist immer aufregend man ist so kribbelig wie sonst.
00:08:35: nicht Deniere hatte ich dann schon oft ohne auch gewusst zu haben, dass es eine Deniere ist.
00:08:42: Vielleicht wäre es nochmal anders wenn man wirklich gewusst hätte... Es gibt ja eigentlich auch eine Tradition mit den Jahren Gags.
00:08:47: Wenn du weißt das ist das letzte Mal und baut man sich so ein paar Späßgen ein für die Kollegen und so.
00:08:52: aber ich hatte oft schon eine Denäre ohne zu wissen, dass jetzt die Letzte war.
00:08:57: und die Premiere Das ist so ein Neubeginn, finde ich eh irgendwie immer schön.
00:09:01: Und dann mit einem Kollegen zusammen... ...dass du das erste Mal rauszuschicken, das erste mal eben so einen Feedback zu kriegen von Publikum und nicht nur für den leeren Raum zu spielen.
00:09:11: Ja, Premiere!
00:09:12: Ja damit beginnt eigentlich die tatsächliche Arbeit.
00:09:15: Weil natürlich die Proben sind die Wochen, die davor stattfinden aber da kommst du ja nicht so richtig ins Spielen.
00:09:23: also dass du das ganze Teil mal von vorne bis hinten entwickeln kannst und die Sachen, die sich ab der Premiere dann noch weiterentwickeln oder sich setzen können.
00:09:34: Oder sie sich verändern können das ist unglaublich schön.
00:09:37: Und dann hoffst du eigentlich nicht dass du weißt wann jetzt was abgespielt ist oder so oder wenn etwas beendet ist weil Davon lebt dieser Prozess des Spielens also das immer wieder sich Die Sachen oder die Menschen oder die Geschichten holen auf die Bühne bringen die Leute versuchen zu berühren.
00:09:59: Und ja, weiter dran forschen mit zusammen den Leuten, die halt manchmal kommen ja auch mehrmals.
00:10:09: Wenn ihr euch jetzt entscheiden müsstet beim Spielen zwischen nur noch Hauptrolle oder nur noch Nebenrolle?
00:10:15: Was würdet ihr euch da wünschen?
00:10:19: Das ist schwierig!
00:10:19: Also das hört sich immer so krass an aber ich möchte eigentlich nicht in so ... in so Spaten, in den Schubladen denken.
00:10:29: Ja.
00:10:30: Weil... oder beziehungsweise das ist die Erfahrung, die ich auch beim Zuschauen schon gemacht habe,... ... dass selbst ganz, ganz kleine Situation wo einfach ein Schauspieler nur eine Sache gemacht hat auf einer Bühne und dann wieder gegangen ist,... ...den ganzen Abend plötzlich verändert haben und deswegen es ist nie gut eigentlich zu sagen okay ich hab so und so viele Wörter,... ...deswegen is meine Rolle so undso groß weil das kann ja manchmal genau andersrum sein.
00:10:57: Auch von der Wahrnehmung vom Zuschauer her.
00:10:59: Deswegen, ich glaube alles ist gleich wichtig.
00:11:04: Es wird einen gleichen Wert.
00:11:07: Ich finde es auch ganz schwer mich zu entscheiden... ...ich habe schon mal in so einer Kategorie gedacht und ich wäre jetzt glaube ich falsch performativ uneitel wenn ich sagen würde das wär mir total egal.
00:11:20: Und ich hab auch meine Hauptrolle übernommen und das war cool und ich habe mich da sehr gefreut.
00:11:24: aber ich war
00:11:25: so nervös!
00:11:26: Ich war so, weil ich das Stück auch nicht mit entwickelt hab.
00:11:29: Sondern ich bin dann später eingestiegen und hatte nicht die Routine-Erfahrung der Kollegen... ...ich hatte eine Woche Proben und habe dann irgendwie diese Hauptrolle gemacht.
00:11:38: Und mir ist der Arsch so dermaßen auf Grundeis gegangen.
00:11:41: Weil ich dachte krass!
00:11:43: Ich habe ne große Verantwortung irgendwie, weil in fast jeder Szene drin bin.
00:11:48: Man kann sich bedingt gegenseitig helfen.
00:11:51: ... eine Nebenrolle hat oder mehrere Nebenrollen.
00:11:57: Gibt es ja auch, dass man dann viele Kostüme wechselt und uns sehr viel freier ist irgendwie... ...und sehr viel mehr Spaß haben kann?
00:12:05: Und das liebe ich auch!
00:12:06: Am Ende des Tages, ich glaube was ich nicht möchte sind Solo-Stücke.
00:12:09: Das gibt's ja auch aber in welcher Form auch immer.
00:12:12: In welcher Rolle auch immer ich spiele.
00:12:13: Ein Ensemble mit dem man gemeinsam auf der Bühne steht und in Dialog gehen kann und sich gegenseitig unterstützen kann.
00:12:21: Ja, ich glaube, ich würde ungern solo spielen.
00:12:23: Kommen wir zur letzten This or That Frage Wie seid ihr denn vom Typ her?
00:12:29: Eher super berühmt gerne sein wollen
00:12:32: oder
00:12:33: doch lieber komplett anonym bleiben?
00:12:36: Komplett anonym bleiben!
00:12:39: Lieber als... Also wenn das die beiden extreme sind dann lieber komplett anonymen
00:12:43: bleiben
00:12:44: auf jeden Fall
00:12:46: Warum?
00:12:48: Ich glaube Das fragt einen ganz schön ab so nicht mehr privat sein zu können und immer bewertet zu werden, auch gerade in Zeiten von Social Media wo man ja noch mal viel mehr unter der Lupe steht oder zumindest dann Leute die ich jetzt so als super berühmt benennen würde.
00:13:05: Ich glaube mir ist es schon wichtig ohne jetzt komplett... ich will ja auch nicht performativ uneidlich klingen so ne?
00:13:17: oder mir einen respektablen Platz erarbeiten in der Branche, also unter Kollegen.
00:13:24: Dass man weiß so was ich kann oder wofür ich stehe das wird dann ja auch zugeschrieben.
00:13:31: aber dass sich eine Position in dieser Theaterwelt in Deutschland würde ich mir schon gerne arbeiten.
00:13:41: Aber für's Leben wäre ich gerne einkaufen gehen Ohne dass er irgendwie ein Foto von mir will.
00:13:48: In Ruhe, Toilettenpapier einkaufen?
00:13:50: Ja
00:13:50: klar!
00:13:51: Also die Extreme sind schon...
00:13:54: Die Wertschätzung für die Arbeit ist natürlich toll.
00:13:56: Man möchte nicht durch die Arbeit identifizieren oder das wäre das Schönste eigentlich.
00:14:04: Dass man nicht für seine Skandale oder für sein privates Ich da irgendwie romantisiert wird Gegenteil so vernichtet wird, sondern dass man seine Arbeit macht
00:14:21: und
00:14:22: dadurch eigentlich sich die Persönlichkeit.
00:14:27: Und auch nicht nur für individuell, sondern eben auch mit dem Ort wo wir gerade sind.
00:14:32: Ja voll.
00:14:32: Schon sagen wir identifizieren uns stark mit im Theater an der Ruhe.
00:14:37: Das hoffe ich immer das wir...
00:14:40: Für das
00:14:41: Theater?
00:14:43: mal in einer Fachzeitschaft auftauchen oder so, präsenter sind.
00:14:47: In den Köpfen der Leute.
00:14:49: Man hat es schon... Also gerade in älteren Kollegen wenn man wie jetzt gesagt haben ein Regidozent der SIPT-Sicht Plus war.
00:14:56: Aber wir gehen ans Theater an der Ruhe dann ist sofort ein Begriff durch die Geschichte des Hauses Und jüngere Leute sagen dann eher, ah wusst das?
00:15:03: Ist das nicht ein Stadtteil
00:15:03: von Köln?
00:15:04: Ah ja.
00:15:06: Das sagt man nee und ich will dass man das weiß, dass wir sagen können, aber wir sind am Theater in der Ruhe und da geht bei Leuten was auf.
00:15:13: Das würde ich mir total wünschen!
00:15:15: Dann lass da mal direkt reingehen weil das wäre auch unsere erste Frage an euch gewesen.
00:15:20: Du bist born and raised in Duisburg Joshua ne?
00:15:22: Ja genau.
00:15:22: Genau und du kommst aus Münster ihr habt euch in Hamburg kennengelernt habt ihr gerade schon jetzt hier beim Studium.
00:15:28: Habt euch denn ja bewusst entschieden nach Mühlen zu kommen und hier ins Theater zu gehen.
00:15:32: Wie kam das?
00:15:33: Weil, wenn man von außen dann das mal böse beurteilen würde so, dann sagen die Leute natürlich WTF ist Mülleim!
00:15:40: Und warum
00:15:40: da?!
00:15:41: Warum habt ihr das gemacht und warum war es sich alles so wichtig?
00:15:44: Ich habe hier tatsächlich nach dem Abitur hospitiert also ich bei mir war gerade die Phase was möchte ich beruflich machen?
00:15:51: und dann bin ich durch drei Kontakte auch von meiner Mutter noch so und Freundinnen und Freunden und so bin ich einen Schauspieler gekommen von hier in Rupert.
00:16:01: Und der hat mir seine Lebensgeschichte erzählt, ich habe ihn meiner erzählt und meine war ein bisschen kürzer und er hat mir empfohlen bevor ich eine Schauspiel-Ausbildung mache oder so kommen wir erstmal ins Theater lernen das Leben kennen dann kannst du immer noch entscheiden ob das was für dich ist?
00:16:18: Dann hab' ich ihm vertraut, dann hab' Ich mich hier beworben und dann war ich ein Jahr hier und dann hab ich ja überall gearbeitet so alle Bereiche reingeschaut Regie hospitiert, war einem Stück auch Regie Assistenz gemacht und bei zwei Stücken mitspielen.
00:16:35: Und das war dann alles so ein ganz flüssiger Übergang... ...und die Menschen und die Art zu denken, die dieses Haus besonders pflegt ist.
00:16:46: Das habe ich dann auch letztendlich erst in Hamburg richtig verstanden, weil ich vorher nie viel mit Theater so... ...mit anderen Theatern zu tun hatte.
00:16:55: Und es hat sich dann in Hamburg eingeschickt und gesagt okay, das ist echt besonders!
00:16:58: Und das hat mich geprägt und da war mir klar, ich mich auf jeden Fall als Gast hierhin.
00:17:05: Weil ich unbedingt mit den Leuten zusammenarbeiten wollte und von denen lernen wollte auch weiter... ...und dann hat sich es aber alles so ergeben, dass ich dann fest hinkommen konnte und direkt nach dem Studium hier anfangen konnte.
00:17:19: Ja!
00:17:20: Ich bin ein bisschen mitgekommen, aber es war eine sehr glückliche Fügung.
00:17:31: In Hamburg war ich ein Jahr vor, ja so erfährte ich mit der Schauspielschule.
00:17:35: Und ich hatte total Schiss auch, weil dieser Beruf ja nicht so leicht ist zu bestreiten.
00:17:41: Ob man einen Job kriegt oder nicht und in der Schauspielschule kriegst du viel gesagt, es hat schon wichtig... Es geht immer um Festanstellungen und je größer das Haus desto besser!
00:17:51: Die und die ehemalige sind nur da und da schon tragisch und die wären eigentlich so viel besser.
00:17:58: Das kriegste du somit.
00:17:59: und dann war ich mit Josh zusammen Hat mir immer vom Theater eine Ruhe erzählt und ich dachte, das klingt ja irgendwie gut.
00:18:07: Dann war ich fertig mit dem Abschluss... ...und ich war so panisch und dachte, wenn ich jetzt keinen Job kriege.
00:18:12: Und Josh dachte dann immer so, mein Grund ist, du hättest dein eigenes Theater!
00:18:16: Wie?
00:18:17: Ja bei Robert hat er das halt in den Achtzigern hier gemacht.
00:18:19: Das war sowas, was du kanntest.
00:18:21: Wahnsinnig!
00:18:22: Mein Gott!
00:18:23: Also ich bin auch angeeckt
00:18:24: ne?!
00:18:27: Aber ich konnte auch ... Die Gespräche, die ich dann mit meinen anderen Kommilitoren hatte.
00:18:31: Ich hab schon gemerkt, dass die Art und Weise zu denken hat ihnen auch geholfen.
00:18:35: Weil sie dich freimacht von solchen ... Tischgesprächen, wer mit wem prästisch scheiß und so.
00:18:43: Darf ich Scheiße sagen?
00:18:45: Alles aufgewählt!
00:18:47: Weißt du?
00:18:47: Also weil ich möchte über die Inhalte sprechen.
00:18:50: Und ich möchte nicht darüber reden, welchen Jury sitzt oder wer mit wen da auf irgendeiner Toilette.
00:18:55: Ja, das finde ich
00:18:56: irgendwie geil.
00:18:57: Du bist da voll mit deiner Robot-Mentalität
00:19:00: geile und hast
00:19:01: den Hamburger in irgendwie die Gelassenheit
00:19:03: irgendwie gebracht
00:19:05: und gesagt ey macht einfach, wird schon irgendwie klappen.
00:19:09: Total!
00:19:10: Mir hat das gut getan und dann war ich erst ein Jahr Freischaft in Hamburg und habe dafür versucht mich so durchzuschlagen an den Privat-Theatern und hab auch tolle Erfahrungen sammeln können.
00:19:20: Und dann, als es Josh abschloss ein Jahr später hat sich das aber wirklich so ergeben.
00:19:24: Dass denn hier zwei Stellen gerade frei wurden und er noch eh immer hier zu Besuch war... ...und unser jetziger Chef gesagt hat hier willst du nicht?
00:19:32: Und Josh so ja!
00:19:32: Und meine Freundin
00:19:34: so ja
00:19:34: klar bringen die mit und dann haben wir hier vorgesprochen.
00:19:38: Ja.
00:19:39: Und dann ist der Rest so Geschichte und ich bin total froh jetzt hier zu sein.
00:19:44: Es ist für mich ein Teil einer Heimkehr zumindest nach NRW.
00:19:49: Und das allein fühlt sich schon gut an.
00:19:51: Auch wenn Pott natürlich ein ganz anderes Plaster ist als Müsler, aber die Nähe spüre ich trotzdem und habe mich sehr auch mit Duisburg angefreundet – auch über Josh und die Familie und so.
00:20:02: Schöne!
00:20:03: Ja mega.
00:20:03: Wollen wir gerade eh schon in der Vergangenheit sind?
00:20:07: Wann kam das denn bei euch, dass ihr gesagt habt, irgendwie ... Ich hab den Wunsch, Schauspielerinnen zu werden.
00:20:15: Bei mir kam das.
00:20:19: Ich habe immer Theater AG gemacht in der Schule, ich glaube seit der fünften Klasse jedes Jahr ein Stück und das war immer so mit meinem kontinuierlichstes Hobby.
00:20:27: Und dann mit sechzehn hat meine Mama in der Münsteraner... So eine kleine Zeit, wo so Annonsen drin sind, hat sie mir rausgesucht dass es dann Casting gibt für Statisterie am Theater Münster.
00:20:40: Für einen Sprechkorr.
00:20:41: Dann bin ich da hingegangen und dann bin ich gecastet worden für diesen Sprechenkorr.
00:20:45: das war Spielzeit der Eröffnung, ich glaube im Jahr zwölf die Räuber Und dann haben wir richtig gearbeitet mit einer Sprecherzieherin und so... ...und dann stand ich auf einmal auf dieser großen Bühne in Münstermünsters wirklich ein großes Haus!
00:20:58: Und um mich rum waren eben die Leute, die professionell schon gearbeitet haben.
00:21:01: Da hab ich irgendwie wirklich begriffen, dass man das beruflich machen kann.
00:21:05: Dass das ein Weg
00:21:06: sein kann.
00:21:07: und dann habe ich zwei Jahre war ich da in der Statisterie ... Und hab gedacht, boah, das will ich jetzt mal versuchen.
00:21:15: Das will ich machen.
00:21:15: Es hat noch ein paar kleine Umwege gedauert aber irgendwann hab ich dann im Tausch bestudiert und jetzt ist es mein Job.
00:21:21: Voll geil!
00:21:22: Wie war's bei dir?
00:21:23: Ich
00:21:24: hatte eine ganz tolle Klassenlehrerin die gleichzeitig die Theater-Gee gemacht hat.
00:21:28: Jackpot.
00:21:28: Dann bin ich eigentlich seit der sechsten Klasse.
00:21:31: Wir haben viel Shakespeare gespielt, weil es Englisch-Lehrerin war.
00:21:36: Die hat unglaubliches Feuer gehabt und die hat wirklich das Beste aus dieser Schulauler, die ungefähr so vier Meter tief war und zum Halbkreis hat sich alles rausgeholt und hat so ein richtiges Feuer für diese Kunst übertragen.
00:21:55: Und das hat unglaublich Spaß gemacht auch mit den älteren.
00:22:01: Da waren ja Leute, die noch aus der zwölften Klasse und ich war aus der sechsten.
00:22:04: Und dann Teil von so einer Gruppe zu sein, die halt auch bunt gemischt ist und zusammen an etwas anderem zu arbeiten als an sich selbst oder genau an Schulfächern oder so, sondern wirklich ... Ja, ich glaube Bunbury war mein erstes Stück.
00:22:24: Das war unglaublich schön!
00:22:25: Und danach habe ich den einen Schauspieler getroffen.
00:22:31: So hat sich das so... War
00:22:32: deine Lehrerin nicht auch mal bei einer Vorstellung?
00:22:34: Ja.
00:22:36: Siehst du,
00:22:37: warst du sehr aufgeregt?
00:22:39: Ja, toll!
00:22:43: Ja, man merkt so ein bisschen.
00:22:44: also eure Anfänge waren vor allen Dingen in der Schule und zur
00:22:48: Schulzeit
00:22:49: ziemlich früh auch schon.
00:22:51: Wir haben ja gerade auch über diese Theaterdichte hier im Pot gesprochen.
00:22:55: was würdet ihr sagen?
00:22:57: aber trotzdem wie ist die Nachwuchsförderung wenn man jetzt den Wunsch hat auch Schauspieler oder Schauspielerin zu werden kann man das gut schaffen
00:23:04: im Port?
00:23:05: Wie ist es so aufgestellt?
00:23:06: Also es gibt eine staatliche Schausprischschule Im Bochum Essen, genau.
00:23:17: Gibt es eine staatliche Schauspielschule und es gibt einige Private auf jeden Fall in Köln.
00:23:24: Klassisch sagt man wenn man am Theater arbeiten will ist eine staatlich schon eher die Grundvoraussetzung weil man da eine bessere Ausbildung bekommt und mehr Stunden- und Einzelunterricht und so.
00:23:36: Es ist staatlich
00:23:37: gefördert.
00:23:38: Privat
00:23:39: ist schon hart ...
00:23:40: da gibt's auch nicht viel, ich glaube so ein Maßstab was die jetzt der Ausbildung leisten muss.
00:23:47: Also das kann auch sehr unterschiedlich sein... ...was man dann für eine Qualität bekommt.
00:23:50: und staatliches würde ich sagen schon eher so go-to wenn man am Theater sein möchte.
00:23:54: Und da finde ich für die Dichte, die NRW hat sowieso an Einwohnern könnte es noch nur Zweite geben.
00:24:03: Hamburg zwei, Berlin hat zwei staatliche Schauspielschulen und München und so.
00:24:08: Und das sind allein nur Städte.
00:24:09: also ich finde NRW könnte da noch ein bisschen nachlegen... ...und an den Theatern.
00:24:14: sonst habe ich den Eindruck es ist aber ganz gut.
00:24:17: Also wir haben eine hohe Theaterdichte.
00:24:20: Und es gibt ganz viele auch Clubs für Leute die einfach daran Interesse haben.
00:24:25: Ich glaube jedes Theater hat einen eigenen.
00:24:27: Wir haben ja auch die Volksbühne hier in Müllheim.
00:24:29: Da ist es schon egal, wie alt du bist.
00:24:35: Hast du immer die Möglichkeiten irgendwo reinzuschauen?
00:24:37: Also wir haben ja auch bei uns drei Jugendklubs für verschiedene Alter und das ist immer auch wenn wir jetzt Schulvorstellungen spielen sind immer Leute dabei, die in einem Publikum sitzen und sagen Boah!
00:24:51: Das hat so viel Spaß gemacht.
00:24:52: kann ich irgendwo mitmachen?
00:24:55: Jetzt
00:24:58: haben wir ja gerade schon darüber gesprochen, warum Mühleim.
00:25:02: Warum ist das bei euch geworden?
00:25:04: Was bedeutet euch denn das Theater Mühlem an der Ruhe?
00:25:07: Ich meine wenn man hier reinkommt allein der Ausblick nach da ist ja schon wunderschön die Räumlichkeiten sind wunderschön.
00:25:12: was macht es mit euch wenn ihr jetzt wirklich jeden Tag... Das ist ja euer Job basically hier so was macht das mit euch hier rein zu kommen und dass alles so um euch zu haben?
00:25:21: Ich find's ganz wunderbar.
00:25:22: Also erst mal den Park, genau!
00:25:24: Wir bespielen ihn ja auch im Sommer und haben dann eine Outdoor-Produktion und ein Zelt aufgebaut und Food Truck und so.
00:25:30: und das ist immer finde ich die schönste Zeit, den wirklich aktiv einbeziehen zu können und nutzen zu können.
00:25:36: Und auch so wenn man mal probt und Pause hat und der Kopf qualmt und mein ganzen Tag nur in einer dunklen Kiste sitzt, dann meinen kleinen Spaziergang zu machen... Das ist schon echt dankbar.
00:25:47: und auch sonst Wir sind einfach ein sehr kleines Haus.
00:25:50: Dadurch kennt man aber alle mit Vornamen, also zu jedem jeder hier habe ich eine kleine Beziehung oder teilen eine kleine Erinnerung zumindest mit manchen mehr und das ist schön.
00:26:02: Also wenn man nicht anonym ist die Spaten oder die Abteilungen sind nicht so abgetrennt voneinander.
00:26:10: Das Schauspiel aus Hornbäll, die Technik und die Büros und andere Häusern Freundinnen aus meinem Jahrgang, die waren an richtig großen Häusern.
00:26:21: Also ich
00:26:21: weiß nicht... ...sechshundert Leute oder so?
00:26:23: Ja,
00:26:23: dreihundert, vierhundert Mitarbeiter und so.
00:26:27: Und da kannst du gar nicht alle kennen und dann ist es glaube ich auch noch schwieriger ein Verständnis für die Arbeit der anderen zu kriegen wenn man wenig Überschneidung hat.
00:26:37: Und hier sind wir so klein, wir packen So gut wir können irgendwie mit anderen.
00:26:42: Ich bin auch zum Beispiel in der Programmplanung für die Festivals, also ich hab' auch das Gefühl... ...ich kann viel mitsprechen.
00:26:48: Es sind nicht so steife Strukturen und das merke ich.
00:26:51: soweit hier reinkommen und mit einem Anfang zu schnacken.
00:26:55: Das ist total wichtig!
00:26:57: Also auch, sprich wird so Theater als offener Ort.
00:27:01: Selbst wenn die Leute nur im Park hier spazieren gehen und fragen ob sie mal immer auf Toilette gehen können, die Tür ist auf Hier sitzt niemand, der sagt so ja wer sind sie denn?
00:27:11: Was wollen Sie hier?
00:27:12: Sondern du kannst hier reinkommen oder auch in die Büros.
00:27:16: Das ist das was ich mit dem Roberto mit dem Gründer so mitbekommen habe.
00:27:21: Auch wenn Zuschauer einfach die Lust haben vorbeizukommen und zu fragen können wir kurz miteinander sprechen oder so.
00:27:29: dann ist es kein Problem weil man stört nicht sondern es ist ein Ort.
00:27:35: Der ist da für die Menschen und wir sind da, um den Leuten, also um Ansprechpartner auch zu sein.
00:27:42: Für alle möglichen Dinge.
00:27:45: Und das ist das Schöne!
00:27:47: Würdet ihr sagen, dass es eine Sache ist, die man speziell hier im Theater in der Mühle nur bekommt?
00:27:52: In anderen Häusern vielleicht nicht?
00:27:54: Oder was würdet ihr so machen, was man eigentlich nur hier bekommen kann?
00:28:01: Ich glaube, ich glaube es ist besonders hier was auch an der Gründung und der Grundungsstruktur liegt.
00:28:07: Das wurde in den Achtzigern eben genau als Gegenentwurf zu diesem großen Stadtheater-System gegründet und dann gab es so Maßnahmen wie das Ensemble sind bei uns alle also das sind nicht nur wir Spielerinnen die dann wie auf so ein künstlerisches Erhabenes Podest gestellt werden sondern das sind alle.
00:28:26: und früher wurde ihm gemeinsam an einer Produktion gearbeitet und alle saßen an einem Tisch.
00:28:33: Und die Kostümabteilung, die Technik haben mitbekommen was stattfindet auf den Proben und worum es geht und woran man arbeitet und konnten das besser in ihre Arbeit implementieren.
00:28:44: Die Zeiten haben sich auch hier geändert.
00:28:46: Das ist so in der Form nicht mehr bei uns der Fall aber man spürt ... in der DNA des Hauses, das ist noch präsent.
00:28:54: Und das ist auch vielen die hier arbeiten... ...die Teil von dieser Geschichte früher waren und jetzt Leute wie uns oder wie du dir das ja auch viel aufgesogen hast ein großes Anliegen dass irgendwie... ...in eine neue Form oder in die Zukunft mitzunehmen was gut gerade daran
00:29:12: war.
00:29:12: Genau weil Veränderung passiert immer.
00:29:14: Das ist keine Frage aber es ist immer die Entscheidung Wie geht man mit dem Erbe?
00:29:18: Oder so wie gehen wir mit der Vergangenheit um?
00:29:20: Und was macht man da raus?
00:29:22: Was sind Eindrücke von außen, die ja auch toll sind.
00:29:25: Also es ist ja das Schöne, dass du ja gleichzeitig nach Außen gucken kannst und sagen ganz Ey!
00:29:30: Das machen die dahinten auch total gut.
00:29:32: Das können wir auch übernehmen.
00:29:35: Ich glaube, das Total wichtig ist einfach ein guter Gastgeber zu sein.
00:29:39: Sobald die Leute hier reinkommen sollen sie spüren okay das ist ein Ort... irgendwie ein paar Last der Sinne oder so, keine Ahnung.
00:29:48: Das hat Munuskin das immer gesagt in Paris.
00:29:53: Wenn die Leute reinkommen dann ist es wie eine Märchen plötzlich zu sein.
00:29:57: bei denen gibt's noch ganz viel Essen und so.
00:30:02: Ich
00:30:02: hatte nur einen kleinen Vergleich.
00:30:06: großen Theater, habe mir ein Stück angeguckt.
00:30:08: Ich sage nicht welches und hab danach nach der Vorstellung noch auf eine Freundin gewartet die in einer Vorstellung mitgespielt hatte und ich kam runter und die Bar war zu Und ich saß dann noch und wurde nach zehn Minuten vom Abenddienst gebeten, bitte zu gehen.
00:30:21: Weil die jetzt zumachen.
00:30:23: Und das würde es bei uns nicht geben.
00:30:25: Auf gar keinen Fall!
00:30:26: Wir hoffen immer dass die Leute noch länger bleiben.
00:30:28: Wie geil wie schönbar.
00:30:30: Und komm wollen sie nicht mehr
00:30:31: was trinken?
00:30:31: Und wir machen auch ne chronische Stunde.
00:30:33: Roberto ist noch da.
00:30:35: Das fand ich so unangenehm.
00:30:38: Irgendwann denkst du nee... Das wollen wir gerade nicht sein, sondern eben der Ort wo man sein und länger verweilen kann auch durch diese Festivalsstruktur die wir haben.
00:30:46: Dass wir nicht nur eine Vorstellung anbieten, sondern man davor noch ein Konzert sehen kann oder eine Lesung danach ist noch oder davor eher ein Workshop und man kann wirklich Zeit verbringen und das soll es auch sein.
00:30:59: Ja und es spielt rein mit dieser Identifikation mit dem Haus.
00:31:03: also wie ihr sind das?
00:31:05: Und ich bin Teil des Theater in der Ruhr.
00:31:09: Ja, man merkt absolut die Leidenschaft auf jeden Fall.
00:31:13: Die ihr beide
00:31:14: für
00:31:14: den Ort gehabt habt
00:31:15: und in unserem Podcast sprechen wir ja auch ganz oft über dritte Orte also Orte außerhalb von dem Zuhause oder der Arbeit.
00:31:25: Inwiefern ist das Theater hier ein dritter Ort für euch?
00:31:29: Es ist ein dritter Ort, weil... Also es ist meine Arbeit.
00:31:33: Eigentlich ist das eher mein zweiter Ort.
00:31:36: Aber selbst wenn ich nicht arbeite und es ist eine interessante Vorstellung oder ein Konzert bin ich gerne hier.
00:31:42: Weil auch eben meine Kolleginnen mit denen ich befreundet bin da sind, weil ich was Neues sehen kann.
00:31:47: also wir haben teilweise tolle Gastspiele.
00:31:49: oder beim Café Wake Up das ist unser Format für arabische Musik Gab ich oder syrischer Kulturraum?
00:31:58: Ja, ja.
00:31:59: Oder die Szene Istanbul gibt es für türkische Gastspiele und da sieht man auch immer wieder neue Sachen mit denen man so gar nicht gerechnet hätte.
00:32:07: das ist bereichernd auf jeden Fall.
00:32:12: Für mich ist auch der dritte Ort ganz viel mit den Menschen zusammen weil letztendlich sind hier alles ein schönes altes Gebäude.
00:32:21: Es könnte es aber auch überall anders geben.
00:32:24: Und das, was das Theater in der Ruhe aber dann so ist oder so sind die Leute, die das dann beleben.
00:32:29: Also die Leute hier sind und ja nicht gucken okay jetzt ist um halb vier jetzt ist mein Arbeitstag vorbei sondern wenn wir zum Beispiel drüben eine Probebühne jetzt ein Kilometer weiter entfernt und wenn wir so Schluss haben dann komme ich gerne noch mal hier vorbei.
00:32:50: Ich nervt dann auch die Konstanze oder so.
00:32:54: Oder ich komme rein und man spricht mit den Leuten über die Sachen, bei denen man gerade am Arbeiten ist oder über die man sich Gedanken macht natürlich auch weltpolitische Dinge und das fällt alles mit in die Arbeit rein.
00:33:08: Je mehr man diese Sachen pflegt je stärker kann dieser dritte Ort werden für einen.
00:33:15: Warum ist das gerade im Pot so wichtig, so ein Ort
00:33:18: zu haben?
00:33:19: Und vor allem auch in Mühlheim.
00:33:20: Wo jetzt nicht unbedingt bekannt ist für krasse Kultursthene und so viel Auswahl
00:33:26: etc.,
00:33:26: etc.
00:33:29: Ich habe den Eindruck, auch gerade im Vergleich zu meiner Heimat Münster – es ist eine sehr gut situierte grüne Käseglocke diese
00:33:38: Stadt!
00:33:38: Ich
00:33:39: liebe die sehr, ich finde sie sehr behütet und sehr schön aufgewachsen.
00:33:44: Aber da fällt es überhaupt nicht schwer, irgendwie ein cooles Café oder nette Leute.
00:33:48: Das fällt dir vor die Füße!
00:33:49: Du kannst nur darüber stolpern eigentlich sobald du einen Schritt raus dich bewegst und das ist import... Weniger, also man muss die Orte suchen und finden.
00:33:58: Und ich habe auch das Gefühl es konzentriert sich viel so auf die eigenen vier Wände dass man dann eher Leute bei sich zu Hause einlädt oder zum Grillen einlässt und dann Zuhause irgendwie netten Abend auch verbringen kann.
00:34:11: aber Dass man sagt wir gehen jetzt wirklich woanders hin habe Ich das Gefühl ist weniger weil Das Angebot eben auch nicht so leicht erschließbar Ist auf den ersten Blick.
00:34:22: Und deswegen finde ich das wichtig und richtig aufmerksam zu machen.
00:34:25: Und Projekte zu wagen, wie jetzt auch das eben das Kaffee und Fünfzig, das neue Café was in Duisburg aufgemacht hat da wohnen wir in der Nähe.
00:34:33: Das findet dann auch anklang scheinbar und dann sind die Leute da und diese Angebote muss es geben den Mut von Leuten zu sagen Ich mache hier mein eigenes Ding und versuche diese Städte zu beleben oder auch, ja wie wir versuchen zu werben für uns in der Stadt Wemülheim so dass die Leute sich hier eingeladen fühlen herzukommen.
00:34:54: Weil das ist eigentlich dieses Pflege also pflege von Gesellschaft und auch Pflege von Demokratie in dem Sinne weil du Sachen mit Sachen konfrontiert bist die dir erstmal auch als fremd selbst wenn es jetzt ein Lied ist oder sowas du nicht kennst ist es erst mal fremden dann bist du damit allein oder halt in gesellschaft und kannst es zusammen mit anderen Menschen verarbeiten oder erleben, wie auch immer.
00:35:18: Und muss es halt nicht alleine zu Hause aushalten.
00:35:25: und dadurch entsteht aber eine Gemeinschaft also sich genau solche Begegnungen durch solche Orte
00:35:33: Und es kann ja auch total sein, dass ein Stück was wir machen ganz unterschiedlich ankommt.
00:35:39: Das hatten wir auch schon gehabt, wo ich danach mit Publikum sprach und so und man hat gehört von bis aber das wird dann miteinander geredet und irgendwie hat man dann das Bedürfnis sich auszutauschen.
00:35:49: und ja das ist so ein sehr aktiver Teil finde ich auch von Auseinandersetzung mit dem Andersen hast du natürlich nicht wenn du zuhause dein eigenes Programm irgendwie guckst was ich natürlich auch mache Genau, aber es ist wichtig sich da so eine Vielfalt im Leben zu bewahren.
00:36:06: Das Theater-Mühleinschaftsjahr sehr gut irgendwie junge Menschen anzusprechen also gerade vom Design was ich dann manchmal sehe so an Werbung und so jetzt seid ihr beide auch Ende zwanzig Anfang dreißig so ne als junge Schauspieler dann irgendwie auch hier am Start.
00:36:24: Warum glaubt die?
00:36:24: Es ist so wichtig das Theater da so ein Umdenken oder für junge Menschen zu denken und die mitzudenken.
00:36:32: Und da irgendwie noch mal offener zu werden, vor allem auch niederschwelliger zu werden.
00:36:35: Warum glaubt ihr ist das wichtig?
00:36:39: Ich glaube gerade unsere oder eine noch jüngere Generation hat auch echt viel zu kämpfen gerade oder zu knabbern an ja so einer Zukunftsangst was Klimawandel betrifft, was politische Veränderungen betriffe kriegen die wieder in Europa stattfinden Und gerade diese Krisenzeiten finde ich besonders die Kultur relevant, sowohl Themen anzusprechen und sich damit auseinanderzusetzen als auch mal einfach eine schöne humorvolle Erfahrung zu machen.
00:37:11: Das darf ja auch sein!
00:37:13: Theater soll ja nicht immer nur belehren, finde ich aber in dieser Auseinandersetzung gerade die Tendenz, die ist nicht nur bei Jensi oder den Millennials auch drüber gibt, eben die Tendenz am Handy zu sein.
00:37:25: Und auch davon bin ich nicht frei rumzuscrollen und dann irgendwie so einen Arm verdattelt zu haben und sich danach zu fangen, was habe ich eigentlich gemacht?
00:37:34: Das isoliert ja auch immer weiter.
00:37:36: Und da etwas gegenzusteuern und gegen anzubieten finde ich enorm wichtig, dass man das Gefühl hat, dass was ich am Handy sehe ist die Realität... sondern weiter mutig bin, mich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen und mit den Räume zu teilen die vielleicht nicht genauso denken wie ich gerade.
00:37:53: Wie in meinem Feed alle genau das gleiche sagen wie ich ja schon weiß.
00:37:58: irgendwie
00:38:00: Das schönste ist eigentlich wenn du so eine Vormittagsvorstellung spielst vor Schulkindern oder so Und dann merkst oder dann auch in Gesprächen danach Dass du irgendwie rüber bringst dass diese Orte also besonders das Theater betrifft.
00:38:17: Das ist für die da.
00:38:18: Also wir machen das für die, dass es eine Verabredung... ...das was auf der Bühne passiert, ist ein Spiel.
00:38:25: Da kann also erst mal alles möglich.
00:38:28: Sowohl die schönsten Dinge als auch die schlimmsten Dinge.
00:38:32: und durch diese Verabregung, dass das aber ein Spiel ist und nicht die Realität, die die da draußen sehen... Führst du diesen katatischen Moment?
00:38:45: Das ist etwas, was glaube ich man als junger Mensch ein unglaublicher Schatz fürs Leben ist.
00:38:53: Dass du weißt es gibt Räume da kann ich gewisse Dinge erleben oder verarbeiten oder wie auch immer oder lernen auch.
00:39:00: also spielt ihr alles miteinander rein und das ist unglaublich toll.
00:39:07: Wo du gerade diese Nachgespräche erwähnst, wenn wir zum Beispiel unseren zerbrochenen Krug spielen, der im Abi gelesen werden muss.
00:39:14: Dann kommen eben viele Klassen zu uns genau deswegen und dann haben wir immer die Nachgesprüche.
00:39:18: Und unsere Theaterpädagogin Julia führt dir immer ein mit Es gibt hier kein richtig und falsch Wenn ihr Fragen habt oder dann kommt meistens so was Ah!
00:39:28: Was hat er und der Moment denn bedeutet?
00:39:29: Was sollte mir das denn sagen?
00:39:31: Und dann kommt immer direkt von uns oder von ihr zurück, was hat das denn mit dir gemacht?
00:39:36: Wir versuchen immer aus diesen schulischen Kategorien die ja auch wichtig sind in anderen Fächern.
00:39:41: Mit so muss das und so muss es nicht.
00:39:43: Da versuchen wir ein bisschen...
00:39:46: Das ist nicht der Ort hier.
00:39:47: Sondern hier darfst du eigene Assoziationen entwickeln und dich fragen, was habt das mit mir gemacht?
00:39:55: Welche Fantasie trickert das an bei mir?
00:40:00: Schön.
00:40:00: Viele sind dann oft auch so ein bisschen irritiert, aber wie meint ihr das denn jetzt?
00:40:05: Ja weil du den Leuten ... Du schiebst ihn in den Ball zu also du imanzipierst die junge Leute durch indem du denen sagst deine Gedanken die du jetzt gerade hast Die sind wichtig und richtig egal was es ist und dann können wir darüber reden So oder halt auch nicht.
00:40:20: Aber dass das erstmal erlaubt ist
00:40:23: Dass das auch sein darf neben einem schulischen System was andere Erwartungen hat Genau, aber dass das auch ein Teil von Teilhabe ist.
00:40:34: Ja wir sind jetzt im September, die Spielzeit startet und das Thema dieses Jahr ist Chaos.
00:40:44: Was bedeutet das?
00:40:45: Was kann man sich darunter vorstellen?
00:40:51: Ganz viel!
00:40:52: Und da sind wir glaube ich auch ständig im Austausch weit dahin darüber was heißt oder was könnte es heißen?
00:40:59: Wir haben viel auch über die politischen Begebenheiten gerade gesprochen.
00:41:04: Was ist Chaos, wer definiert überhaupt was Chaos ist?
00:41:08: Wer definiert was Ordnung ist?
00:41:10: kann Chaos existieren, kann es nur existieren im Kontrast zu einer Ordnung oder auch für sich stehen?
00:41:16: und dann fallen auch Begriffe wie Chaostheorie also dass ein kleiner Schmetterlingsflügel schlagten zu einem Orkan mündet, was keiner gedacht hätte oder gefühlschaos, Gedankenchaos.
00:41:29: Dass man sich mit solchen Dingen auseinandersetzen kann, dann ein politisches Chaos.
00:41:35: Und was auch positiv ist an Chaos?
00:41:38: Was die Kraft hat von einer Unordnung.
00:41:44: Weil das ist ja das, was von vielen Seiten so überall geschrien wird.
00:41:47: Sicherheit, Sicherheit, und nur durch Sicherheit sind wir eine Freiheit gewährleistet.
00:41:55: Und dem entgegenzusetzen eine Art von weichem Chaos oder einem Chaos, der dir auch die Hand reichen und sagt lass mal also du kannst loslassen.
00:42:05: Und die Sachen können entstehen ohne dass du Angst haben musst.
00:42:12: Aber
00:42:13: genau
00:42:15: nicht zu hart so sich zu sein.
00:42:16: Also natürlich können wir das im künstlerischen Prozess einfacher sagen in unserer Arbeit als vielleicht für andere Berufsgruppen gilt aber diese Frage nach dem Scheitern auch oder das Gefühl, so wann bin ich gescheitert?
00:42:26: Das kam bei uns glaube ich auch mal auf in einem Gespräch.
00:42:30: Ja ganz viel.
00:42:32: Mega!
00:42:35: Wenn ihr euch eine Sache wünschen könntet für das Theater an der Ruhr und die Theater Szene an sich in Mühlheim in den nächsten Jahren was wäre das?
00:42:44: wie soll sich das entwickeln?
00:42:46: Wie soll es aussehen?
00:42:47: Was ist euer Wunsch?
00:42:50: Ich wünsche mir noch vollere Vorstellungen.
00:42:54: Am liebsten will ich immer ausverkaut sein.
00:42:59: Ich wünsche mir, dass wir das Müllheimer Publikum erreichen mit den Inhalten die wir machen also dass die Leute auch gerne kommen und wiederkommen wollen.
00:43:13: Ich wünsch mir auch Unterstützung von politischer Seite, weil ich eben gerade finde in Zeiten von rechts hoch und ich habe ein bisschen Sorge jetzt, was das heißt für die Sachsen-Anhaltienischen Theater.
00:43:30: Dass sie irgendeine Erklärung unterschreiben müssen wie Sie jetzt Kunst und Kultur machen.
00:43:34: also es wird irgendwie enger jetzt gerade hier noch nicht.
00:43:36: aber dass sich mir grade dann im Sinne der Demokratie und der Kunst und Kulturfreiheit Unterstützung wünsche von der Politik und dass wir das aber auch schaffen uns
00:43:48: wirklich
00:43:49: zu präsentieren als Ort von gelebter Kunstfreiheit und Demokratie.
00:43:54: Und Angebote machen können, die die Müllhämmerinnen erreichen... Ja das glaube ich.
00:44:02: Ich weiß aber deswegen, wir leben gerade in einer spannenden Zeit wo man gut Haltung zeigen muss zu verschiedenen Dingen.
00:44:13: Und ich hoffe dass diese Haltung gesehen wird, dass wir Leute und Menschen ansprechen ... auch Zweifel haben und auch Ängste haben.
00:44:25: Und die aber merken, okay hier ist ein Ort... Da kann ich einfach mal hin um einen Buch zu lesen oder so.
00:44:33: Also das ist ein öffentlicher Ort.
00:44:36: wie sind für die Menschen da?
00:44:37: Ob es jetzt Leute aus Müllheim sind oder von wo auch immer.
00:44:42: Das spielt keine Rolle.
00:44:44: Hauptsache die fühlen sich ja aufgehoben und merken dass wir für sie da sind.
00:44:53: Und selbst wenn wir auch Leute nicht erreichen, das mag auch sein.
00:44:57: Teil der Kunstfreiheit ist ja auch dass du Stücke machst ohne jetzt allen gefallen zu wollen und dann kannst du glaube ich keine Kunst machen, wenn du den Anspruch hast so maximal zugänglich zu sein für alle immer aber selbst da ist es okay.
00:45:12: und wenn jemand herkommt und sagt so war jetzt nix für mich ich gehe lieber woanders hin kann ich es total verstehen.
00:45:20: als Fundament von Demokratie und einer vielfältigen, vielstimmigen Kulturlandschaft zu sagen ist es trotzdem wichtig dass dieser Ort existiert.
00:45:29: Ich glaube das war doch ein wunderschönes Schlusswort.
00:45:33: Danke euch beiden für das Gespräch!
00:45:41: Und naja da sind deine Gedanken so nach dem Gespräch.
00:45:45: Ich fand es mega zugänglich, ich finde das ist doch Theater wie's eigentlich sein sollte.
00:45:50: Ich bin ja immer so, ah Theater ist abgehoben und Berührungspunkte waren irgendwie schwierig und meine ersten Erfahrungen wobei also ja nie was passiert ist aber es war immer so oh Tolle Location, alle
00:46:03: schick
00:46:04: angezogen.
00:46:05: Ein bisschen hochnäsig unterwegs die älteren Mann wird irgendwie geschascht das man leise sein soll
00:46:11: und so.
00:46:12: aber in den letzten Jahren hat sich das ja komplett verändert gerade was Angebot für junge Menschen angeht.
00:46:18: Es ist auch einfach so cool, diese Mentalität des Hauses.
00:46:22: Jeder kann da reinkommen und sich das anschauen.
00:46:26: Die sollen am besten noch da bleiben und dann mit dem Ensemble feiern.
00:46:32: Man soll ins Gespräch kommen und es soll ein dritter Ort sein.
00:46:36: Das fand ich echt cool!
00:46:39: Also allein auch, dass die ... Ich weiß gar nicht ob das so normal ist.
00:46:42: Dass die Schauspielerinnen dann noch meistens irgendwie ins Foyer kommen und nach den Veranstaltungen, dass man sich unterhalten kann und quatschen kann.
00:46:48: Und das ist so ... Weiß ich nicht alle ... So eine Community-Bilden ist irgendwie total schön zu sehen.
00:46:53: Und halt auch gerade diese Passion zu merken, die sowohl Marie als auch Joshua haben für dieses Theater, dass sie da hinter stehen mit ihren Werten und ihrem Gefühl wie Theater sich entwickeln soll.
00:47:06: Ist halt voll geil!
00:47:09: Die Arbeit, die machen mit jungen Menschen.
00:47:11: Ich weiß auch noch ... Als ich zur Schule gegangen bin sind wir öfters mal ins Theater an der Ruhe gegangen und haben uns da Inszenierungen angeguckt.
00:47:20: Und das war nochmal was ganz anderes, weil es irgendwie so besonders war.
00:47:24: Weil auf die Leute, die dort waren, eine andere ... Die hatten noch so ne Connection zu uns.
00:47:32: Du hast gemerkt, sie haben einen ernst genommen.
00:47:34: Ja cool!
00:47:35: Auf Augenhöhe einfach.
00:47:38: Ja.
00:47:39: Und ich glaube, Schauspiel oder Schausspielerei ist ja für viele so ein Traum oder so einen Wunsch.
00:47:45: Deswegen fand ich es einmal spannend auch zu hören wie die Anfänge waren und wie sie da überhaupt reingekommen sind was es so viel Zugänge gibt.
00:47:54: Auch das ist einfach eine gute Theater AG mal sein soll in der Schule.
00:48:00: Ich finde's halt umso beeindruckender dass Sie dann gesagt haben also die waren an einer sehr guten Schauspielschule in Hamburg und dann denkt man sich so ja Metropole, da bleibt man.
00:48:12: Man hat es geschafft
00:48:12: usw.,
00:48:14: dass sie aber so auch bodenständig sind und gesagt haben also ich liebe das was ich mache aber ich will auch gute Rahmenbedingungen im Ruhrgebiet oder am Theater in Mühlenheim und da fand ich auch die Gelassenheit von
00:48:32: Josh.
00:48:32: Ja,
00:48:33: einfach so geil, so richtig wohnständig.
00:48:36: Ja wir gehen dahinter, es geht!
00:48:37: Kein Problem, macht dir keine Sorgen.
00:48:40: Das war irgendwie total... Das Gegenteil, was man sich manchmal vielleicht vorstellt von Allüren oder wie Schauspieler so drauf sein könnten.
00:48:52: Und das hat es auch nochmal irgendwie sehr zugänglich gemacht.
00:48:56: Total!
00:48:56: Also man hat die Passion echt auf jeder Ebene gemerkt.
00:49:00: Absolut!
00:49:00: Bei dem Gespräch und ich finde auch die Art und Weise, wie das Theater an der Ruhr mit Zukunft umgeht, super spannend.
00:49:06: Die haben ja jetzt noch eine Veranstaltung im September vom siebzehn bis zum zwanzigsten geht, da machen Sie ein ganzes Theater... und Cyberfest zur neuen Spielzeiteröffnung.
00:49:17: Klingt super spannend, also checkt das auch gerne mal aus!
00:49:19: Wir packen euch das auch gern nochmal in die Show-Nauts rein.
00:49:22: da soll es dann um Virtual Reality gehen, um KI und alles Mögliche und nennt sich Theater der erweiterten Realitäten wo auch noch einmal geguckt wird hey wie passt das eigentlich alles zusammen?
00:49:35: Und wie funktioniert das?
00:49:36: und wie kann man da irgendwie noch weiter denken?
00:49:38: Also ja...
00:49:39: Es ist nicht reines Theater nur sondern es soll auch Musik geben.
00:49:43: Ja, das finde ich auch immer cool.
00:49:44: Dass es dann so Veranstaltungen gibt also dass der Theater ein Ort schafft um auch andere Kunst irgendwie zu erleben und eher so gerade in diesen Festival Richtungen, dass man da einfach verschiedene Sachen nochmal entdecken kann und das ist mega cool.
00:50:00: Mega!
00:50:01: Und wir waren noch im Fundus nach
00:50:03: dem Dreh
00:50:04: oder nach der Aufzeichnung und das war auch mega geil.
00:50:08: Also das war oben im Dachboden einfach Keine Ahnung,
00:50:12: es hat sich
00:50:13: angefühlt wie ein Kilometer Durchlauf durch Requisite.
00:50:16: Und die haben ja auch andere Veranstaltungen.
00:50:19: Du meintest
00:50:19: z.B.,
00:50:20: die haben schon mal einen Flohmarkt zum Beispiel gemacht und quasi ein bisschen Platz zu schaffen im Fundus?
00:50:26: Da konnte man sich echt durchwühlen durch die ganzen Sachen, die die loswerden wollten so nach dem Motto weil der Fundus ist halt riesig und die haben super viele Kostüme, die du dann da irgendwie für wenig Geld irgendwie kaufen konntest.
00:50:37: also saugeile Idee.
00:50:38: ich fand's auch super spannend als wir da oben waren sich das so vorstellen, man geht bis ganz oben hoch.
00:50:43: Ganz, ganz oben ist der Fundus und... Die Etage da drunter sozusagen ist die Schneiderei, wo die ganzen Kostüme genäht werden für die Schauspielerinnen.
00:50:52: Und auch da war es super-special irgendwie mal reinzuschauen.
00:50:55: Ja voll!
00:50:56: Und man hat auch einfach gemerkt dass das irgendwie total herzlich und familiär ist.
00:51:01: also deswegen... Das hat jetzt einmal nochmal bestätigt, dass dieses kleine Haus einfach eine Familie für die ist und wirklich ein dritter Ort, wo sie viel Zeit verbringen.
00:51:11: Also richtig, richtig schön und richtig authentisch.
00:51:14: Auch da packen wir euch noch mal alle Infos zum Theater an der Ruhr in die Show Notes.
00:51:19: Checkt das auf jeden Fall aus!
00:51:21: Es ist ein super, super cooles Theater.
00:51:23: Und genau ansonsten würde ich sagen checkt auch gerne nochmal uns auf Insta aus und wenn ihr irgendwelche Themenvorschläge habt oder sonst was dann meldet euch immer gerne per Mail oder einfach bei Insta in die DMs leiden.
00:51:36: Und dann würd' ich sagen, hören wir uns in der nächsten Folge.
00:51:38: bis dahin
00:51:39: tschöö Zwischen Gellek
00:51:44: und Düsi,
00:51:45: ein Podcast von Strobo.
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